Unihockey Mittelland

Topspieler wird nun auch Assistenzcoach

Der Spitzenmann Samuel Schneiter (links) geht auch nächste Saison fürUnihockey Mittelland auf Torejagd.(Archivbild)

Der Spitzenmann Samuel Schneiter (links) geht auch nächste Saison fürUnihockey Mittelland auf Torejagd.(Archivbild)

Mit der Weiterverpflichtung des langjährigen Spitzenspielers Samuel Schneiter sichert sich Unihockey Mittelland auf einen Schlag viel Qualität, eine Menge Erfahrung und besetzt zudem den Assistenztrainerposten.

Nach Ablauf der vergangenen Saison hatte es noch nach Abschied ausgesehen. Eine Entscheidung zog sich dahin, bis nun doch eine Einigung gefunden werden konnte. Demnach wird Samuel Schneiter auch in der kommenden Saison für Unihockey Mittelland in der Nationalliga B auflaufen.

Die Spuren, welche der 30-Jährige beim Verein hinterlassen hatte, waren es wert, die Liaison weiterzuführen. Zu den Gründen, warum es nun doch zur Übereinkunft zwischen Spieler und Verein gekommen ist, äussert sich Schneiter wie folgt: «Die letzten Monate bei Unihockey Mittelland haben mir viel Freude bereitet. Nun möchte ich versuchen, meinen Teil dazu beizutragen, dass das Team einen Schritt vorwärtsmacht.» Auch Sportchef Jürg Merian zeigt sich zufrieden mit der Vertragsverlängerung: «Ich bin froh, dass es geklappt hat.» Umso mehr, als dass es eine echte Herausforderung gewesen sei, ihn zu halten. Denn der offensive Kreativgeist verfügte auch über Angebote aus der NLA.

Schneiter war Leaderfigur

Trotz verspätetem Einstieg in die abgelaufene Spielzeit hatte sich Schneiter als die erhoffte Verstärkung in der Offensive erwiesen. Besonders in der Schlussphase der Saison, im Playoff-Rennen, bewies Schneiter seine Klasse und war die geforderte Leaderfigur. In Zahlen ausgedrückt, zeichnete Schneiter für 49 Skorerpunkte (27 Tore, 22 Assists) in 22 Partien verantwortlich, womit er mit rund 2,3 Punkten pro Spiel mannschaftsintern den drittbesten Schnitt aufwies.

Anhaltende Hüftprobleme, welche Schneiter über längere Zeit plagten, hatten den Wechsel vom NLA-Spitzenverein Floorball Köniz ins Mittelland überhaupt erst möglich gemacht. Hier sollte er bei geringerer Belastung wieder in Form kommen. Dies gelang bekanntlich bestens. Die gesundheitlichen Probleme sind Geschichte und der Hunger auf Unihockey noch lange nicht gestillt.

Künftig wird Schneiter seinen reichen Erfahrungsschatz von jahrelangem Spitzen-Unihockey auch als Assistenztrainer einbringen. Dabei wird er Headcoach Renato Wyss in Trainingsgestaltung und taktischen Belangen unterstützen.

Wachablösung wird vorbereitet

Die kommende Saison werde eine grosse Herausforderung, ist sich Schneiter sicher: «Es wird bestimmt keine einfache Aufgabe, erneut die Playoffs zu erreichen.» Das Kader sei noch schmal, und die Konkurrenz in der Liga habe sich zum Teil extrem verstärkt. Diese Einschätzung teilt auch der Sportchef, wobei Merian festhält: «Qualitativ sind wir besser aufgestellt als in der Vorsaison.» Besondere bei den Goalies und auf der Ausländerposition habe man sich verstärkt. Vom neuverpflichteten Finnen Otto Valavuo, der über langjährige Erfahrung in der höchsten finnischen Liga verfügt, erhofft sich Merian denn neben Punkten auch das Einbringen von physischen Fähigkeiten.

Mit dem Einbau einer Reihe junger Akteure wird die sich abzeichnende Wachablösung vorbereitet. Denn die bekannten Leistungsträger – Verteidigungsminister Roman Pass und die Mucha-Zwillinge als Torgaranten – stehen jenseits der 30er-Marke. Auf allfällige Rücktritte sei der Klub mit einer erstarkten Juniorenbewegung gewappnet, zeigt sich Merian gewiss, aber hebt gleichzeitig den Mahnfinger: «Unsere jungen Talente müssen begreifen, dass es in der NLB ohne Fleiss nicht geht.»

Der Terminplan bis zum Saisonstart Mitte September sieht wie folgt aus: Derzeit müht sich Mittellands Fanionteam noch im schweisstreibenden Sommertraining, nicht aber ohne Stock und Ball ganz beiseitezulassen. Denn Ende Monat steht im Rahmen der dritten Runde des Schweizer Cups der Auftritt in Genf beim lokalen Zweitligisten an. Ab August wird es dann vermehrt in die Halle gehen. Mit den Teilnahmen am renommierten Mittelland-Cup als Ausrichter Ende August und wenig später an der gut besetzten «Challenge des Bains» in Yverdon will sich der Klub den letzten Schliff für neue Erfolge holen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1