Am Montagabend, gegen 21 Uhr, wurde Markus A. bei der Kantonspolizei als vermisst gemeldet. Der sonst zuverlässige Büroangestellte tauchte den ganzen Tag nicht an seinem Arbeitsplatz auf und war auch nicht erreichbar.

«Markus A. wurde erstochen»

Nur zwei Stunden später steht die Kantonspolizei Solothurn vor der Wohnung am Bahnweg. Als die Beamten die Wohnung durchsuchen, stossen sie auf die Leiche des Vermissten. Die angetroffene Situation habe auf ein Tötungsdelikt schliessen lassen, heisst es bei der Kantonspolizei Solothurn. Der «Blick» weiss es genauer: «Markus A. wurde erstochen.»

Die Nachbarn von Markus A. geben der Polizei einen wertvollen Hinweis: Häufig an Wochenenden ist der 18-jährige Sohn, Mario A., zu Besuch bei seinem Vater. So auch am vergangenen Wochenende. Man habe die beiden zusammen auf dem Balkon der Wohnung gesehen und auch Schreie gehört.

Sohn des Toten festgenommen

Die Polizei will dem Hinweis nachgehen, doch von Mario A. fehlt plötzlich jede Spur. Er wird zur Fahndung ausgeschrieben. Mit Erfolg: Eine tatverdächtige Person konnte am Dienstagmorgen festgenommen werden, liess die Kantonspolizei Solothurn gestern verlauten.

Zu den Umständen und der festgenommenen Person machte die Polizei keine weiteren Angaben. Polizeisprecherin Thalia Schweizer will auf Fragen, ob es sich beim Verhafteten um den 18-jährigen Sohn des Opfers handelt, keine Antworten geben. «Blick» schreibt aber heute Morgen: Beim Festgenommenen handelt es sich um den 18-jährigen Mario A. Festgenommen wurde er aber nicht etwa am Tatort oder im Raum Solothurn, sondern am Bahnhof in Lausanne.

Die Kantonspolizei Solothurn wollte den Bericht nicht kommentieren. (cht)