Mit dem neuen Taxireglement, das per Anfang 2019 in Kraft treten soll, gibt es mehrere gewichtige Änderungen: Neu werden die Taxikonzessionen nur noch für fünf Jahre befristet erteilt, bisher wurden diese nach jedem Jahr stillschweigend um ein weiteres Jahr verlängert. Dafür wird die Zahl der Konzessionen wie bisher nicht mehr begrenzt. Zudem wird ein neues Qualitätssiegel eingeführt, damit für Kunden gleich ersichtlich ist, wer die vom Reglement vorgegebenen Vorschriften erfüllt. 

Mit dem neuen Reglement, welches die Verordnung aus dem Jahre 1997 ablöst, will die Stadt Olten das Taxiwesen stärker regulieren und griffigere Sanktionsmöglichkeiten durchsetzen. Beim Kampf um Kunden auf dem Platz Olten kam es nämlich schon zu Handgreiflichkeiten und Schlägereien. Gegen einzelne Taxifahrer laufen derzeit Strafverfahren.

Das Gemeindeparlament hat das neue Reglement am Donnerstagabend einstimmig verabschiedet. In der Detailberatung wurden mehrere Änderungsanträge abgelehnt. So verlangte etwa die SP/Junge SP, die Stadt solle eine Plakette einführen, mit der umweltfreundliche Fahrzeuge gekennzeichnet werden können. Auch Begehren, die Konzessionsgebühr zu reduzieren (Matthias Borner, SVP) oder den Artikel zu den Maximal- und Mindestarifen wegen Unvereinbarkeit mit der Wirtschaftsfreiheit zu streichen (Urs Knapp, FDP), kamen nicht durch.

Die Preise für die Kunden sollen sich mit dem neuen Reglement nicht ändern. Eine Ausnahme: Neu gibt es einen Mindesttarif von 12 Franken, der für die Beförderungspflicht abgegolten wird, und bei jeder Taxifahrt anfällt.