Kürzlich versammelten sich am Berufsbildungszentrum BBZ Olten weit über zweihundert Interessierte, Eltern, Berufsbildner, Lernende und Gäste, um zuerst die Ausstellung der besten Arbeiten des Jahrgangs und danach die drei Präsentationen im Rahmen von talents@bbzolten 2017 zu bestaunen. 34 Lernende konnten an diesem Abend eine wohlverdiente Auszeichnung für ihr Engagement während der Ausbildung entgegennehmen.

Nach dem musikalischen Auftakt von Damian Freund zitierte Georg Berger, Direktor BBZ Olten, in seiner Begrüssungsrede Claude Nicollier, den einzigen Schweizer Astronauten, der das All besucht hat. Nicollier, der nach einem Unfall eigentlich nie mehr hätte fliegen können und sich dennoch zurückgekämpft hat, sagte im Rahmen der Feierlichkeiten von 50 Jahren Schweizer Jugend forscht am 27. April 2017 in Bern: «Du kannst nicht scheitern. Entweder du gewinnst, oder du lernst.» Berger fügte zudem an, dass die 16 nominierten Arbeiten drei Prozent sämtlicher am BBZ Olten erstellten Projektarbeiten darstellen und so die leistungsmässige Spitze repräsentieren.

Souveräne Präsentationen

Was, wenn Worte plötzlich fehlen? Die erste Präsentation, die Sandro Stücheli anmoderieren durfte, liess die Zuhörenden sprachlos zurück. Stefanie Herzog und Melanie Stampfli präsentierten das Thema Aphasie in einer äusserst persönlichen und gefühlvollen Rede. Sie untersuchten die Ursachen, Hürden, das Problem und den Umgang mit der Krankheit in der Familie, wenn jemandem aus dem Nichts die Sprache komplett fehlt.

In der zweiten Arbeit, die von Taylor Eng und Sarina Flück vorgestellt wurde, ging es um die Thematik des Alkohols im Strassenverkehr und den Gesetzesvorschlag, die Toleranzgrenze bei allen Fahrzeuglenkenden auf 0,0 Promille zu senken. Nicht nur in Selbstversuchen gingen die beiden Lernenden der Frage auf den Grund, welche Auswirkungen schon geringe Mengen Alkohol im Blut haben und welche Folgen daraus entstehen. Ihr Kompromissvorschlag in der Schlussbetrachtung war dann nicht 0,0, sondern 0,2 Promille, doch auch so liessen sich viele Unfälle auf der Strasse vermeiden.

Dein Raum – Mein Traum: Eine revolutionäre App für die Wohnungssuche, die den Knotenpunkt zwischen Suchenden und Anbietenden überbrücken könnte, wurde als dritte Arbeit von Hanna Bieri, Manuela Maushart und Léonie Plüss vorgestellt. Diese entwickelten gemeinsam das Konzept einer neuen, digitalen Anwendung, um die Wohnungssuche und die sozialen Medien zusammenzuführen, um die Umstände auf dem Wohnungsmarkt zu lockern. Fertig designet, aber noch nicht ganz marktreif programmiert, verspricht dieses Produkt einiges und zeigt auf, mit welcher Dynamik sich Ideen weiterentwickeln können, wenn Talente Feuer gefangen haben.

Drei souveräne Auftritte vor grossem Publikum, umrahmt von gefühlvoller Musik: eine erfolgreiche Suche, die am Dienstagabend an einem stimmungsvollen Anlass ihren diesjährigen Höhepunkt fand.