Die Swisscom hat in der Region Olten derzeit zwei Baugesuche offen, bei denen es um Mobilfunkantennen geht, die auf den in der Bevölkerung umstrittenen 5G-Standard aufgerüstet werden sollen. In Fulenbach ist der Neubau einer Anlage in der Industrie Allmend geplant, in Olten die Umrüstung einer bestehenden Anlage an der Aarburgerstrasse 189 neben den Bahngeleisen. Einsprachen sind bei beiden Projekten noch bis zum 23. Mai möglich.

Wie ein Blick in die öffentlich zugänglichen Unterlagen zeigt, wird daraus aber nicht ersichtlich, ob es sich um eine Anlage der 5. Generation handelt. Auch bei den Unterlagen, welche die Gemeinden zusätzlich erhalten haben, ist dies nicht der Fall. In Fulenbach hat erst die Nachfrage der Bauverwalterin Stefanie Bitterli bei der Swisscom geklärt, dass es sich tatsächlich um eine 5G-Anlage handelt. Auf Anfrage schreibt die Swisscom-Medienstelle: «Unsere Baugesuche werden technologieneutral eingegeben. Das heisst, es können verschiedene Mobilfunkgenerationen in Betrieb genommen werden.» 5G werde nämlich auf ähnlichen Frequenzen gesendet wie bisher 4G. «Technologisch gesehen ist die verwendete Frequenz entscheidend, nicht die Mobilfunkgeneration.»

Die Swisscom will bis Ende Jahr 90 Prozent der Bevölkerung mit 5G versorgen. In der Region ist 5G derzeit in Balsthal zu empfangen. Wo weitere Antennen auf 5G umgerüstet werden, gibt die Swisscom nicht preis. In vielen Fällen reicht dazu ein sogenanntes Bagatelländerungsverfahren, was seit März 2013 möglich ist. Dabei ist kein öffentliches Baugesuch nötig, sondern im Kanton Solothurn prüft jeweils das Amt für Umwelt, ob die vom Bund bestimmten Grenzwerte der umgerüsteten Anlagen eingehalten werden.