Haus der Museen

Süsswasser – eine sensible und zauberhafte Quelle des Lebens

Das Haus der Museen Olten zeigt eine neue Sonderausstellung mit Fotoarbeiten des Fribourgers Michel Roggo.

Wir hatten trotz coronamässigen Abstandsregeln und einer beschränkten Zahl von vierzig Besucherinnen und Besuchern eine wunderschöne Vernissage zur Eröffnung unserer neuen Sonderausstellung», freut sich der Leiter des Hauses der Museen in Olten, Peter Flückiger noch am Freitag, einen Tag nach der Eröffnung. Denn nach der Sonderschau über Katzen, ist jetzt eine beeindruckende Ausstellung zum Thema «Süsswasser – Quelle des Lebens» in der obersten Etage des neu renovierten Hauses an der Konradstrasse eingerichtet. «Unsere Gäste konnten wir am Donnerstagabend im Magazin, dem benachbarten Gastrobetrieb begrüssen. Jeder bekam einen Sitzplatz mit bereitgestelltem Getränk und Apérotellerchen», berichtet Flückiger. «Dann begann die Hauptperson des Abends, der Fribourger Fotograf Michel Roggo mit einer sehr eindrücklichen Präsentation seiner Fotoarbeiten zum Thema Süsswasser.»

Michel Roggos Fotografien bestechen durch eine grosse ästhetische Qualität, doch zeigen sie auch die Zerbrechlichkeit des Elements Wasser auf. Nur drei Prozent des Wassers unserer Erde ist Süsswasser. Mit seinen Unterwasserfotografien sensibilisiert Roggo den Betrachter für einen sorgsameren Umgang mit den im Wasser zu findenden Lebensräumen. Fünf Jahre lang hat der Fotograf überall auf der Welt Süsswasserwelten aufgespürt und diese dokumentiert. Seine Bilder zeigen Lebensräume von zauberhafter und doch zerbrechlicher Schönheit.

Süsswasser unter solothurnischen Aspekten

Die Ausstellung mit den Fotografien wurde vom Naturmuseum Thurgau konzipiert. Im Haus der Museen in Olten wurde diese Schau jetzt mit Exponaten und Themen der drei Abteilungen, dem Naturmuseum, dem Historischen Museum und dem Museum für Archäologie erweitert. So zeigt das Archäologische Museum eine Auswahl originaler Funde aus Solothurner Gewässer unter dem Motto «Vergangenheit unter Wasser». Ob Dolch, Schmuck oder Abfälle - für solche Fundobjekte bedeutet die Lage im Wasser oder im feuchten Boden gute Bedingungen für deren Erhaltung, zum Teil über Jahrtausende.

Das Historische Museum hat sich dem Thema «Wasser ist Energie» angenommen. Auch in Olten, umflossen von Gewässern, wurde mit der Wasserenergie Mühlen angetrieben oder später Flusskraftwerke zur Gewinnung elektrischer Energie genutzt. Bedeutend war die Korrektur der Dünnern in den Jahren 1933 bis 1944, denn seither gingen von diesem Fluss keine Überschwemmungen mehr aus. Im weiteren gibt es einen Überblick über die Wasserversorgung einer Stadt und es sind Antworten darauf zu finden, wie schlussendlich aus einen Wasserhahn gesundes, frisches Wasser fliessen kann.
Das Naturmuseum widmet sich in seinen Vitrinen den unterschiedlichen Lebensformen, die im Süsswasser zu finden sind. Kein Lebewesen, und sei es noch so klein, würde ohne Wasser existieren. Beschrieben werden die vielen unterschiedlichen Wasserbewohner, die sich mit oft erstaunlichen Anpassungen dem Wasser, seiner Strömung oder seinem Druck anpassen können.

Bis 18. Okt. Mehr Infos: www.hausdermuseen.ch

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