Olten

Strenges Schutzkonzept an Diplomfeier – Absolventinnen in Quarantäne sind online zugeschaltet

Mit passenden Hygienemasken durch anspruchsvolle Zeiten. Die 86 Diplomand/-innen der Höheren Fachschule Pflege Olten HFPO nahmen im Konzertsaal Solothurn ihre Ausbildungsbestätigungen entgegen.

Mit passenden Hygienemasken durch anspruchsvolle Zeiten. Die 86 Diplomand/-innen der Höheren Fachschule Pflege Olten HFPO nahmen im Konzertsaal Solothurn ihre Ausbildungsbestätigungen entgegen.

86 Diplomandinnen und Diplomanden der Höheren Fachschule Pflege Olten konnten am vergangenen Freitag ihre Diplome im Konzertsaal Solothurn unter strenger Einhaltung des Hygiene- und Schutzkonzepts entgegennehmen.

Eine Diplomfeier sei etwas Schönes und Wichtiges, Covid-19 aber real, begrüsste Georg Berger, Direktor Berufsbildungszentrum Olten, die Anwesenden. Die Eintrittskontrolle und der Ticketabgleich habe zwar seine Zeit gebraucht, dank Eventfrog sei es aber möglich, ein lückenloses Tracing an der Feier zu organisieren. Dass die Verhaltensregeln immer zu befolgen seien, musste auch hier klar festgehalten werden. Das strenge Schutzkonzept mit den Abstands- und Hygieneregeln sei zentral und kein enger Kontakt ohne Hygienemasken möglich. Dafür ginge es trotz allem, eine würdige Feier zu organisieren. Georg Bergers Dank war zu Beginn ein doppelter: Zum einen galt er natürlich allen Pflegenden, die während der Pandemie mit vollem Einsatz für die Gesellschaft einstanden und noch immer einstehen, zum anderen ging er auch Daniel Hofer, Rektor Gesundheitlich-soziale Berufsfachschule, der die Schule wie ein Fels in der Brandung durch diese turbulenten Zeiten führt. Dass in diesem Jahr auch Diplomandinnen in Quarantäne via Microsoft Teams beigeschaltet werden, sei eine Innovation, handle es sich damit doch um die erste Ferndiplomfeier, welche die Schule je ausgerichtet habe.

5. Lions Club-Preis Pflegeforschungskongress

Die Preisverleihung durch den Lions Club Olten jährte sich zum fünften Mal und Christian Wenger, Präsident Lions Club Olten, durfte den drei besten Gruppen des Jahres einen Anerkennungspreis überreichen. Dieser sei für ihn auch ein Innovationspreis, würden doch immer Lösungen gefunden, um eine Verbesserung des gegenwärtigen Zustandes herbeizuführen. Da dies ein Kerngedanke des Lions Club sei, mache ihm diese Auszeichnung besonders Freude. Fragestellungen, inspiriert aus dem Arbeitsalltag der Studierenden, werden verbunden mit Forschungsergebnissen und damit wieder fruchtbar gemacht für die eigene Praxis. Die Organisatorin Elisabeth Schreier vertiefte in ihrer Rede das Zusammenspiel von Studium und Praxis, das sich gegenseitig befruchte und Innovation und Kompetenz hervorbringe. Die thematische Vielfalt habe auch in diesem Jahr gezeigt, mit was sich die Studierenden beschäftigen: Burnout, Young Carers, Cannabistherapie oder die professionelle Ausgestaltung der Beziehung zu den Patientinnen und Patienten, die Herausforderungen aus dem Alltag stehen immer im Zentrum des Pflegeforschungskongress’.

Nicht nur die Gewinnerinnen und Gewinner der drei preisgekrönten Gruppen betraten die Bühne mit Hygienemasken und gebührendem Abstand. Auch alle kommenden Auftritte waren geprägt vom geübten Umgang mit den Verhaltensregeln.

Sieben Gedanken zum Abschied

Peter Rieder, langjähriger Dozent an der Höheren Fachschule Pflege Olten, geht nach 44 Jahren im Beruf in Pension und hatte das Vergnügen, die Diplomrede zu halten. Nach einem kurzen Rückblick auf seinen Werdegang schilderte er zwei Geschichten, die im Kern das Einfache vom Simplen abgrenzten. Im passenden Moment das Richtige unternehmen, das sei äusserst komplex. Existentielle Lebenserfahrungen sind die tägliche Herausforderung der Pflegenden und das fundierte Wissen sichere dabei die Qualität, die Intuition für den Moment und den Patienten sei die grosse Kunst. Mutig und auch einmal unkonventionell sein, Freude an der Arbeit haben oder die Wertschätzung immer hochhalten. Auf den ersten Blick waren es einfache Gedanken, die Peter Rieder den Diplomand/-innen mitgab, aber deren Komplexität zeige sich im Leben immer wieder.

Wo Kompetenz zum Beruf wird

Rhythmisiert wurde die Feier von drei Beiträge der Studierenden, welche ihren Dozent/-innen auf gekonnt witzige Art und Weise einen Rückblick auf die drei Studienjahre bescherten. Zum Einstieg in die Diplomierung sagte Rektor Daniel Hofer mit einem Augenzwickern, er fände es schon mutig, vor dem Erhalt der Diplome solche Folien zu zeigen. Charmant kurzweilig moderierte er zusammen mit Peter Zahnd, Dozent an der Höheren Fachschule Pflege Olten, die Übergabe der Ausbildungsbestätigungen. In der gemeinsamen Rede betonten die beiden die Wichtigkeit, Wissen und konkrete Situationen mit einander zu verbinden, um die Kompetenz im Berufsalltag leben zu können. Mutige Könner/-innen seien gefragt, das hätten sie alle bewiesen und das mache die beiden stolz. Da aufgrund des Corona-Virus in diesem Jahr auf einen klassischen Apéro verzichtet werden musste, erhielten die diplomierten Pflegefachleute neben der Rose zum Diplom auch einen kleinen Prosecco, damit alle von ihrem Platz aus anstossen konnten.

Die musikalischen Intermezzi während der Feier wurden von Shanky Wyser am Flügel und Marina Dreier, Gesang, beigesteuert. Mit ihrem Swing verzauberten sie die Anwesenden und entliessen alle nach dem gemeinsamen Prosit in den wunderbaren Herbstabend. (mgt)

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