Am letzten Samstag fand in und vor der Dorfhalle der traditionelle Weihnachtsmarkt statt. Bereits zum 33. Mal wurde dieser von der Kultur- und Sportkommission organisierte Anlass durchgeführt.

Es ist jedes Jahr wieder erstaunlich, wie die Dorfhalle in Neuendorf in ein Sternenmeer verwandelt wird. Unzählige Silbersterne und viele leuchtende Sterne versetzen die Turnhalle in weihnachtliche Stimmung. Dazu passend der Duft aus den Essstüblis. Auch dieses Jahr hat die KSK keinen Aufwand gescheut und einen wirklich tollen Weihnachtsmarkt organisiert, den weitaus grössten und vielfältigsten der Region.

Viele Aussenstände

In den letzten Jahren hat sich der Weihnachtsmarkt in Neuendorf vermehrt auch ausserhalb der Dorfhalle entwickelt. Weihnachtsbäume, Essstände, Holzbearbeitungen und vieles mehr stimmen die Besucher schon vor der Halle auf den Weihnachtsmarkt ein. Wenn man dann die Halle betritt, wird man von der Ambiance überwältigt. Dies bestätigten auch viele Verkäufer, dass sie vor allem deshalb jedes Jahr in Neuendorf am Weihnachtsmarkt ihre Waren verkaufen wollen, weil man dies bei angenehmen Temperaturen und bei wirklich weihnachtlicher Stimmung machen kann. Einige Verkäufer bedauerten, dass dieser schon zur Tradition gewordene Weihnachtmarkt jeweils nur am Samstag durchgeführt und nicht auf zwei Tage ausgedehnt wird. «So war es eben von Anfang an und so soll es auch künftig bleiben», meinte dann auch der Präsident der KSK, Beat Haller. Das Angebot hat sich in all den Jahren nicht gross geändert. Textilien unterschiedlichster Art, Antiquitäten, Chrömli, Honig, Holzspielzeuge. Christbaumschmuck, Porzellanfiguren, Häkel- und Strickarbeiten, Schmuck, Schnäpse, Krippen, Krippenfiguren und vieles mehr boten den Besuchern eine riesige Vielfalt an Weihnachtsgeschenken. Die über 60 Ausstellerinnen und Aussteller gestalteten ihre Verkaufsstände mit viel Liebe. Schon deshalb lohnt sich ein Besuch in der Dorfhalle. Zu einem Weihnachtsmarkt gehört unzweifelhaft auch der Duft. Schon vor der Dorfhalle wehte den Besuchern feiner Käsegeruch entgegen, der von einem feinen Fondue verursacht wurde. Leider fehlten dieses Jahr die traditionellen Apfelküchlein.

Besuch des Samichlauses

Er gehört zum Neuendörfer Weihnachtsmarkt: der Besuch des Samichlauses. Zweimal besuchte er die Kinder und erzählte ihnen eine Geschichte. Dieser Besuch – abseits des Rummels – findet jeweils in der Mediathek des Primarschulhauses statt und wird von vielen Kindern dazu benutzt, das Samichlaus-Versli schon mal unter echten Bedingungen aufzusagen.

Reichhaltiges kulinarisches Angebot

Wie jedes Jahr lockten die von der Musikgesellschaft «Frohsinn» geführte Spaghettistube in der Dorfhalle, die Raclettestube des Gemischten Chores im ersten Stock und die Kaffeestube in der Dorfhalle – betreut von den Turnerinnen des TSV Neuendorf – die vielen Besucher und Besucherinnen des Weihnachtsmarktes an. Auch die Essstände vor der Halle waren sehr gut besucht, und es entwickelten sich viele interessante Gespräche. Überhaupt: Viele auswärtige Neuendörferinnen und Neuendörfer nutzen den alljährlichen Weihnachtsmarkt, nach Neuendorf zurückzukehren und ehemalige Nachbarn und Freunde zu treffen. Auch das ist ein Grund, noch lange an diesem Markt festzuhalten.

Der diesjährige Neuendörfer Weihnachtsmarkt war – auch von den Besuchern her – wiederum ein grosser Erfolg. Auch wenn das Verkaufsangebot in etwa immer gleich bleibt, ist dieser Anlass nicht mehr aus unserem Dorf wegzudenken. Er strahlt auch nach 33 Jahren weit über Neuendorf hinaus. Dies ist für jene, die den Weihnachtsmarkt 1987 ins Leben gerufen haben, eine erfreuliche Tatsache.