Kaum zu glauben, aber die umfangreiche Sanierung der Badi Olten liegt schon 25 Jahre zurück. Nach einem Vierteljahrhundert intensiver Nutzung, jährlich besuchen über 150 000 Gäste das Strandbad, sieht sich die Stadt erneut mit einem grossen Investitionsbedarf konfrontiert, wie die Botschaft zum Finanz- und Investitionsplan für die Jahre 2014 bis 2020 ausweist.

Die Rede ist dabei von rund 13 Mio. Franken, wovon der grösste Brocken mit rund 6,5 Mio. Franken auf die Auskleidung des grossen Schwimmbeckens, des Sprung-, Rutschbahn- und Plauschbeckens sowie des Nichtschwimmerbeckens mit Chromstahlplatten entfällt. «Dies ist zwar eine kostspielige, aber die nachhaltigste Sanierungsmassnahme», sagt Urs Kissling, Leiter der städtischen Abteilung Tiefbau. 50 Jahre und mehr soll die angestrebte Lösung hinhalten.

Grund für den Chromstahleinsatz: Die Betonwände der Becken werden durch Chlorzusätze im Wasser, durch Körperfette, durch ausgewaschene Kosmetikprodukte und die Reinigung enorm strapaziert, was zu einer Reduktion der Betonmasse und zu einer Rauheit der Flächen führt. Diese Grobkörnung wiederum empfinden die Badegäste als unangenehm. Soviel zum einen. Zum andern begünstigt die grobe Beckenoberfläche die Bildung von Algen, weil in diesem Mikrokosmos das Wasser schlecht zirkuliert. «Und das macht wiederum den vermehrten Einsatz von Zusatzstoffen notwendig», bilanziert Kissling.

Lediglich 2,4 Millionen Franken

Haken bei der Sache: Dem Investitionsbedarf von 13 Mio. stehen in der Planperiode 2014 bis 2020 lediglich 2,4 Mio. Franken gegenüber; aufgeteilt in jährliche Tranchen zwischen 200 000 und 400 000 Franken. Beiträge, mit denen gerade das Nötigste zum Erhalt der Strandbadinfrastruktur erledigt werden kann. Die Sparbemühungen schlagen also auch hier durch.

«Mit den grösseren Tranchen lässt sich immerhin mal ein Lift einbauen, mit welchem der Garderobetrakt behindertengerecht erschlossen werden kann», erklärt Kissling. Mit den für die kommenden Jahre 2014 und 2015 vorgesehenen jeweiligen 200 000 Franken sei dies aber keinesfalls möglich. Die erste 400 000 Franken starke Tranche, welche wieder etwas Spielraum zulässt, ist gemäss Investitionsplan erst fürs Jahr 2016 vorgesehen.

Im kommenden Jahr kann die geplante Gesamtsanierung des Garderobetrakts also in einem ersten kleinen Schritt angegangen werden. Der Trakt soll für insgesamt 4,5 Mio. Franken bedürfnisgerecht modernisiert und – wie bereits erwähnt – behindertengerecht saniert werden. Die Kosten liegen gemäss Bericht des Stadtrates darum so hoch, weil bei den Sanierungsarbeiten zu Beginn der 1990er-Jahre am Trakt lediglich eine sanfte Betonsanierung vorgenommen und bewusst ein vermehrter Unterhalt in Kauf genommen wurde.