An der öffentlichen Parteiversammlung der SVP Stadt Olten stellte Kantonsrat Christian Werner kürzlich zwei der drei Abstimmungsvorlagen vom 23. September vor: Die Fair-Food-Vorlage klinge mit ihrem Namen verlockend, sei aber für den lokalen Markt schädlich und führt zu Verfälschungen. Preise für lokale Lebensmittel würden steigen und ein Kontrollwahn entstünde. Ausländische Produkte würden dabei gar nicht vergleichbar kontrolliert werden können.

Ähnliche Argumentationen würden auch bei der Vorlage zur Ernährungssouveränität gelten, jedoch wären die Folgen noch einschneidender. Tatsächlich würde auch diese Vorlage zu steigenden Preisen, Überregulierungen und weniger Auswahl an Lebensmitteln mit sich bringen, so Werner.

Der Fraktionschef vermochte zu überzeugen: Zur Fair-Food-Initiative fasste die SVP Stadt Olten einstimmig die Nein-Parole, zur Initiative für Ernährungssouveränität wurde bis auf eine Enthaltung ebenfalls eine Nein-Parole gefasst. Zur dritten Vorlage, dem Gegenentwurf zur Velo-Initiative, übernahm die kommunale SVP die Nein-Parole der kantonalen und der nationalen SVP.

Eingeladen an der Versammlung war mit Verleger Thomas Knapp auch ein «Oltner Kopf». Er erzählte über seine Beziehung zur Stadt, wie er zur Politik steht und was für ihn Heimat bedeutet. Knapp fesselte die Zuhörer und stiess auf Begeisterung. Denn sein Lebensweg faszinierte die Versammlung und seine Botschaften wurden interessiert aufgenommen. Den Verleger zu einem Beitritt in die Partei zu bewegen, gelang den SVPlern zwar beim anschliessenden Bier im «Rathskeller» nicht, seine Ansichten, Kritiken und lobenden Worte wurden aber mit Wohlwollen aufgenommen. (mgt)