Olten

Städtische Betriebe starten neues Programm: Einwohner können sich an Solaranlage beteiligen

156 Solarpanels entstehen auf dem Dach der Säliturnhalle. Symbolbild/Zvg

156 Solarpanels entstehen auf dem Dach der Säliturnhalle. Symbolbild/Zvg

Die Städtischen Betriebe bauen auf dem Turnhallendach des Sälischulhauses eine neue Photovoltaikanlage. Einwohner können sich nun einzelne Solarpanels sichern.

Wer keine Solaranlage auf dem Dach hat, aber trotzdem in erneuerbare Energien investieren will, hat nun eine weitere Möglichkeit: Die Städtischen Betriebe Olten (sbo) realisieren auf dem Turnhallendach des Sälischulhauses bis Anfang September eine neue Photovoltaikanlage. Davon können sich Oltnerinnen und Oltner einzelne Solarpanels sichern, wie es in einer Mitteilung heisst. Wer dies tun möchte, muss sich mindestens an zwei Panels beteiligen. Das zinslose Darlehen kostet 1500 Franken mit einer Dauer über 20 Jahre. Zurückgezahlt wird der Betrag mit dem Bezug von jährlich 600 Kilowattstunden Solarstrom, was einem Kilowattstundenpreis von 12,5 Rappen entspricht. Der Solarstrom wird auf der normalen Rechnung ausgewiesen. Die darüber hinaus bezogene Energie wird als Wasserstrom geliefert. Die Anmeldung respektive das Zeichnen von Anteilscheinen erfolgt nur über die Homepage. Ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Programm ist etwa bei einem Wegzug aus Olten möglich.

«Wir hoffen, möglichst viele Einwohner vom Modell überzeugen zu können», sagt Beat Erne, stellvertretender Geschäftsleiter der sbo, auf Anfrage. Komme das Produkt gut an, plane der Monopolist weitere Anlagen. Insgesamt entstehen auf der Dachfläche der Turnhalle 156 Panels. Das heisst, höchstens 78 Personen können sich am Programm beteiligen. Die Anlage produziert einen Jahresertrag von rund 48'000 Kilowattstunden, was den Energiebedarf von 19 durchschnittlichen Haushalten deckt. Für die Einwohner besteht kein Risiko, wie die sbo in ihrer Mitteilung schreiben. Denn sie beteiligten sich an einer grösseren Anlage, welche günstiger und effizienter betrieben werden kann als eine kleinere. Um Bau, Betrieb, Unterhalt und Rückbau kümmerten sich vollumfänglich die sbo.

Der Stadtrat hat den Vertrag zwischen Einwohnergemeinde und sbo bereits verabschiedet. Die Stadt erhält einmalig 3000 Franken und stellt der 100-prozentigen Tochterfirma die Fläche für 25 Jahre zur Verfügung. 

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