Der Anlauf zum Antrag des Stadtrates um die Sanierung der Leichtathletikanlage im Kleinholz samt Erneuerung der Beleuchtung ist ein langer. Im Jahr 2005 hatte sich das Parlament für die Beibehaltung des Sportstättenstandorts im Kleinholz ausgesprochen. Zwei Jahre darauf folgte der Masterplan Sportstätten, in welchem der Sanierungsbedarf und die damit verbundenen Kosten definiert wurden. Jetzt also werden an der Parlamentssitzung vom 20. Dezember 1,975 Mio. Franken für die Sanierung der Leichtathletikanlage beantragt, nachdem im Rahmen des Masterplans etwa die Kunstrasenfelder erstellt, die Sanierung aller Fussballtrainingsfelder, die Erneuerung der Eishalle und die Neuerstellung von Garderoben vollzogen sind.

Grund der Sanierung: Die Kunststoffbahnen sind bald 30-jährig (erstellt 1991). Deren Lebendauer ist auf 15 bis 20 Jahre veranschlagt. Der Belag ist überfällig. 2006 wurde dieser zwar einem sogenannten Retoping unterzogen, bekam einen Kunststoffbelag aufgetragen, was die Lebenerwartung um weitere 10 Jahre ausdehnte. Retopings seien aber nicht beliebig wiederholbar, weil dadurch die Laufeigenschaften auf der Bahn beeinträchtig würden, so der Bericht.

Jetzt also ist Schluss: «Der Kunststoffbelag verliert mit zunehmendem Alter an Biegsamkeit und Elastizität», steht im stadträtlichen Antrag zu lesen. Dadurch verliere er Granulatteile und die Schichtdicke verringere sich. Es schwinden zusammenhängende Klebestrukturen, der Belag zerfällt. Zwischenzeitlich wurden auch die Vorschriften des Leichtathletikverbandes geändert; diese Änderungen werden bei der Sanierung berücksichtigt. Die Sanierungsarbeiten sind ab Herbst 2019 bis Frühling 2010 vorgesehen.

Weniger Geld fürs Licht

Ebenso erneuert wird die Beleuchtungsanlage. Gemäss Stadtratsbericht stehen die Masten zu sehr an der Peripherie des Geländes. Idealstandort: zentraler am Geschehen. «Je idealer der Standort gewählt werden kann, desto kleiner ist die Lichtpunkthöhe und desto weniger Leuchten sind notwendig», so die Formulierung im Antrag.

So können durch die veränderten Standorte (alle vier neu auf den Längsseiten) beim Projekt kürzere Kandelaber zur Anwendung kommen, was die Nachbarschaft weniger stört. Auch müssen die Kandelaber mit weniger Leuchten ausgerüstet werden, wobei dennoch die selbe Beleuchtungsstärke oder gar eine noch bessere erreicht wird. Das spart Strom.

Nach Abschluss der Sanierung, so verheisst die stadträtliche Botschaft, soll die Anlage durch den Leichtathletikverband homologiert werden. Damit werden Resultate aus Wettkämpfen im Kleinholz national anerkannt. «Eine allfällige Homologierung durch Swiss Athletics erfolgt dagegen im Auftrag der Sportvereine und auf deren Kosten.

Für den Präsidenten des TV Olten, Ernst Zingg, würde die Sanierung viel bedeuten. «Wir haben eine grosse Leichtathletikriege, die sehr glücklich ist, wenn sie auf einer homologierten Anlage trainieren und Wettkämpfe bestreiten kann», so Zingg. Zudem sei das Leichtathletikstadion im Kleinholz das einzige im ganzen Kanton. «Insofern haben wir, was Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten angeht, einen gewissen Zentrumscharakter.» Auch die Staffel-Schweizer-Meisterschaft stehe im Kleinholz 2020 auf dem Programm.