Olten

Stadtrat will künftige Rentner absichern

Der Stadtrat will den sinkenden Renditemöglichkeiten der Pensionskasse begegnen. (Symbolbild)

Der Stadtrat will den sinkenden Renditemöglichkeiten der Pensionskasse begegnen. (Symbolbild)

Die Stadt als Arbeitgeber will ihren Arbeitnehmern bei der Absicherung ihrer Rentenleistung entgegenkommen.

Am 26. Januar stimmt das Gemeindeparlament Olten über eine Teilauflösung der Arbeitgeberbeitragsreserve zugunsten städtischer Angestellter ab. Damit will der Stadtrat die Rentenverluste der städtischen Arbeitnehmerschaft lindern, welche durch die Senkung des technischen Zinssatzes von drei auf zwei Prozent und die damit einhergehende Reduktion des Umwandlungssatzes von 5,84 auf 5,12 Prozent bedingt sind.

Die Mitarbeitenden sollen maximal hälftig die bevorstehenden Verluste tragen, die andere Hälfte soll durch die Pensionskasse und einen Zuschuss aus der Arbeitgeberbeitragsreserve aufgefangen werden.

Strapazen reduzieren

Das Massnahmenpaket ist inspiriert von der Tatsache, dass per Ende 2017 25 Prozent des städtischen Personals in den vorzeitigen Ruhestand gehen könnten, was die städtische Pensionskasse arg strapazieren und für die «Stadt erhebliche Probleme mit sich bringen» würde, weil sich viele Arbeitnehmer in den noch gültigen Umwandlungssatz von 5,84 Prozent flüchten könnten.

Auch an Jüngere denken

Die einmalige Entnahme von 2,7 Mio. Franken aus der Arbeitgeberbeitragsreserve ist notwendig, um allen Arbeitnehmern der Stadt mindestens den halben Besitzstand zu garantieren und ist eine von insgesamt sieben Varianten, welche die Exekutive geprüft hat.

Sie garantiert den Besitzstand für Arbeitnehmende ab 40 Dienstjahren und schlägt für die Versicherten der Einwohnergemeinde Olten mit 4,4 Mio. Franken aus der Pensionskasse zu Buche.

Gleichzeitig will der Stadtrat aber auch auf jüngere Mitarbeitende Rücksicht nehmen, weil diese während ihrer Berufskarriere wohl auch künftig einen Teil der nicht finanzierten Renten von jetzigen Rentnern beglichen werden müssen. Dafür ist die Entnahme von 2,7 Mio. Franken aus der Arbeitgeberbeitragsreserve, wo noch 18,2 Mio. Franken schlummern, vorgesehen.

Diese Summe soll innert der nächsten 26 Jahre durch weniger anfallende Annuitätskosten (wegen geringerem technischen Zinssatz) mit jährlich rund 110 000 Franken kompensiert werden.

«Wenn wir nichts tun, dann sind für die Versicherten Rentenausfälle in Höhe von 13 Prozent zu erwarten», sagt Oltens Finanzverwalter Urs Tanner. Die angespannte Situation bei den Pensionskassen lässt sich daran ablesen, dass Experten bereits für das laufende Jahr eine Senkung des technischen Zinssatzes auf 1,75 Prozent prognostizieren.

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