Olten
Stadtrat und Parlament wollen mehr gemeinnützigen Wohnraum

Zur Überraschung weiter bürgerlicher Kreise im Parlament hat der Stadtrat empfohlen, das Postulat Raphael Schär (Grüne, nicht mehr im Parlament vertreten) für erheblich zu erklären. Die Legislative folgte dieser Empfehlung mit 24 zu 12 Stimmen deutlich.

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Bruno Kissling

Schär will, dass der Stadtrat prüft, wie in Olten der Anteil an gemeinnützigem Wohnraum erhöht werden kann. Speziell ist demnach auch zu prüfen, inwieweit im Gestaltungsplan Olten SüdWest ein Mindestprozentsatz dafür verankert werden kann. Im Sinne der Durchmischung sollte dieser auf mehrere Baufelder aufgeteilt werden.

Gemäss Stadtrat hat Bauherr Sigmund Bachmann generell wenig Interesse an einer Vergabe von Wohnbaugrund. Bachmann nehme für sich selbst in Anspruch, für preisgünstigen Wohnraum zu sorgen und wolle eine direkte Konkurrenzierung seiner Wohnangebote vermeiden. Der Stadtrat wird die Gespräche im Rahmen der kooperativen Planung aber weiterführen und hält in seiner Antwort auch fest, dass Eigentum Identifikation und Sesshaftigkeit in der Bevölkerung stärke.

Auch fügt der Stadtrat hinzu, dass in Olten sieben Wohnbaugenossenschaften tätig sind. Zudem sei der Verein Olten am Aufbau einer Baugenossenschaft interessiert. In der Einwohnergemeinde aber seien die Bedingungen nicht gegeben, um im Sinne des Postulats aktiv zu werden. Es fehle vor allem ein Liegenschaftsportfolio. (hub)

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