Olten
Stadtrat könnte sich neue Nutzung auf der Wiese neben der Schützi vorstellen

Mehrere Monate war die Wiese neben der Oltner Schützi öffentlich zugänglich – nach dem Saisonstart gehört sie wieder zum Badiareal.

Fabian Muster
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War seit vergangenen November öffentlich zugänglich und wurde vor allem als Abkürzung genutzt.

War seit vergangenen November öffentlich zugänglich und wurde vor allem als Abkürzung genutzt.

Bruno Kissling

Vergangenen November war es soweit: Die Wiese neben der Schützi, die seit Jahren eingezäunt ist und nur im Sommer von der Badi aus benützt werden kann, war für die Öffentlichkeit zugänglich. So wie es SP-Parlamentarier Luc Nünlist in seinem vor einem Jahr im Gemeindeparlament überwiesenen Vorstoss forderte.

Eine eigentliche Bilanz hat die Stadtverwaltung seither noch nicht gezogen, sagt Baudirektor Thomas Marbet auf Anfrage. Doch man habe beobachtet, dass der asphaltierte Gehweg vor allem als Abkürzung genutzt wurde, weniger die Wiese selbst. Einzig die Hundehalter mit ihren Vierbeinern hätten dieses «Mätteli» regelmässig gebraucht, so Marbet. Auch die vorgängig geäusserten Befürchtungen, man habe mit mehr Littering und Hundekot zu rechnen – wie dies der Stadtrat in seiner Antwort auf den Vorstoss von Nünlist als Gegenargument angebracht hatte – haben sich laut dem Stadtrat nun nicht bewahrheitet.

Die Wiese mit dem Durchgang ist seit dem Saisonstart vergangenen Mittwoch wieder dem Badiareal zugewiesen. Trotzdem macht sich der Stadtrat laut Marbet Gedanken, wie die Nutzung dieser «zentralen Wiese» künftig aussehen soll. Er könnte sich dort eine Minigolfanlage vorstellen, die weniger als die üblichen 18 Bahnen aufweist. Weil das Areal zur Badi gehört, müsste keine zusätzliche Infrastruktur wie Kassenhäuschen oder WC-Anlage aufgestellt werden. Marbet: «Wer Minigolf spielt, könnte die Schläger bei den Kassen beim Badieingang abholen.» So würde der Betrieb günstiger ausfallen. Entschieden ist aber noch nichts. Der Stadtrat sei offen für weitere Nutzungsideen, die zur Badi und zum Thema Familien passten.