Olten
Stadtrat gibt grünes Licht für Lösung in Sachen Minigolfanlage

Oltner Minigolf-Anhänger dürfen für die Doppelanlage im Kleinholz weiter hoffen. Eine erste Sitzung zwischen Sportpark AG und Minigolfclub steht in Aussicht.

Jürg Salvisberg
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Kommt noch die Zeit für eine Wiedereröffnung der Minigolfanlage im Kleinholz?

Kommt noch die Zeit für eine Wiedereröffnung der Minigolfanlage im Kleinholz?

Jürg Salvisberg

Die Liebhaber des Minigolfparks Kleinholz müssen weiter bangen: Obwohl sie am 5. September 2013 bei der Stadt eine Petition mit 1320 Unterschriften für den Erhalt der Doppelanlage eingereicht haben, stehen sie zum Zeitpunkt der üblichen Saisoneröffnung im April vor geschlossenen Türen.

Nachdem die private Minigolf Kleinholz AG aus finanziellen Gründen die Einstellung des Betriebs per 1. November 2013 verkündet hat, droht nun die Natur die Filz- und Eternitbahnen und die Terrasse des Restaurants zu erobern.

Trotz dieser Tristesse gibt es für die mehrfachen Schweizer Meister des Minigolfclubs Olten und viele Plauschsportler vor den Ostertagen noch einen (verspäteten) Strohhalm der Hoffnung auf eine Wiederauferstehung der Freizeitanlage.

Denn vonseiten Stadt gibt es positivere Signale als noch im letzten Herbst. Hatten die Behörden damals lediglich mitgeteilt, dass es insbesondere angesichts der Finanzlage nicht Sache der öffentlichen Hand sei, den Betrieb zu übernehmen oder zu unterstützen, tragen sie nun den damals angedachten Lösungsweg mit.

Noch habe der Stadtrat bis Anfang September Zeit, die Petition offiziell zu beantworten, bestätigt Stadtschreiber Markus Dietler. Dennoch bestehe schon die Absicht, zusammen mit der Sportpark Olten AG, in der die Stadt die Mehrheit der Aktien besitzt, eine Lösung anzustreben. Deren Leistungsvereinbarung könnte demnach inskünftig auch den Betrieb der Minigolfanlage umfassen.

Synergien sind möglich

«Wir haben vom Stadtrat grünes Licht, um eine Lösung zu finden», sagt Beat Loosli, der Verwaltungsratspräsident der Sportpark AG. «Nun geht es darum, einen Weg zu finden, um betriebliche Synergien nutzen zu können.» Optimierungen seien im Rahmen des bisherigen Personalbestands möglich: «Wir können für das gleiche Geld noch mehr machen.» Gemäss Loosli kann die Sportpark AG die Minigolf Kleinholz AG zwar nicht mit allen Verpflichtungen übernehmen, möglich sei aber eine Betriebsübernahme. Die privaten Unternehmer hätten ja jahrelang keine Verluste gemacht.

Die Sportpark AG befinde sich auf Kurs mit dem Businessplan, schildert Loosli. Dennoch warten auf sie mehrfache Bewährungsproben. Wahrscheinlich im September kommt es zu einer neuen städtischen Volksabstimmung, in der die weiteren Betriebskredite und die Subventionierung des Eissportes zentrale Themen sind. Auf den Prüfstand könnte im Rahmen der städtischen Sparmassnahmen auch der Personalbestand kommen. Zudem belasten die laufende Stadionerneuerung und -sanierung die Ressourcen stark. «In dieser Hinsicht kommt für uns das Okay der Stadt zum Minigolf ein bis zwei Jahre zu spät. Nun müssen wir alle Hebel in Bewegung setzen, um die renovierte Eishalle im Herbst wieder in Betrieb zu nehmen.»

Der Zeitdruck ist sehr hoch

Auch im Dossier Minigolf ist der Zeitdruck hoch, wenn nicht gar noch höher. «Wenn ich an ihrer Stelle wäre, würde ich die Anlage wiedereröffnen, um dann den Übergang in der Saison zu machen. Aber ich verstehe sie auch, weil sie von uns nicht mehr als eine Absichtserklärung haben», sagt Loosli an die Adresse der bisherigen Betreiber. Noch in der nächsten Woche möchte der VR-Präsident der Sportpark AG einen Sitzungstermin kommunizieren, um zwischen den beiden Betriebsgesellschaften die Lösung zu konkretisieren.

Dass die Minigolf Kleinholz AG den Betrieb kurzfristig wieder aufnehmen kann, verneint jedoch Peter Arber, der Präsident des Minigolfclubs Olten. «Unsere finanzielle Lage erlaubt uns nicht, die nötigen Einkäufe zu tätigen. Das Personal hat sich zudem auch auf die Schliessung eingestellt. Selbst mit Fronarbeit kommt eine schnelle Wiedereröffnung nicht infrage.»

Wenn nicht von aussen jemand in die Bresche springe und neue Einnahmen generiere, droht der AG in wenigen Wochen eine Unterdeckung in der Bilanz und der Gang zum Konkursamt. In Schieflage war die AG nach Angaben der Verantwortlichen seit 2009 wegen Bauarbeiten in der Umgebung und städtischen Strategiewechseln geraten, welche Mindereinnahmen von 100 000 Franken gegenüber normalen Jahren zur Folge hatten.

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