Pro Senectute Olten

Stadträtin Marion Rauber: «Erster Schritt zu einer aktiven Alterspolitik»

Stadträtin Marion Rauber (rechts) und Ida Boos Waldner, Geschäftsleiterin der Pro Senectute Kanton Solothurn, freuen sich über den erfolgreichen Abschluss ihrer Verhandlungen in Form der neuen Leistungsvereinbarung.

Stadträtin Marion Rauber (rechts) und Ida Boos Waldner, Geschäftsleiterin der Pro Senectute Kanton Solothurn, freuen sich über den erfolgreichen Abschluss ihrer Verhandlungen in Form der neuen Leistungsvereinbarung.

Die Stadt Olten geht mit der Organisation Pro Senectute erstmals eine Leistungsvereinbarung ein und gibt dafür neu 14'000 Franken aus.

In der Stadt Olten sollen die Seniorinnen und Senioren ein stärkeres Gewicht erhalten: Die Einwohnergemeinde hat dazu erstmals eine vierjährige Leistungsvereinbarung mit der kantonalen Nonprofit-Organisation Pro Senectute abgeschlossen, wie die Stadtkanzlei kürzlich mitteilte. Jährlich gibt die Stadt dafür neu 14'000 Franken aus, damit die Organisation eine Anlaufstelle für Altersfragen betreibt. Das sind 6000 Frankem mehr als bis anhin. Auch die bisherigen Leistungen der Interessengemeinschaft aktives Alter werden in diesem neuen Rahmen angeboten, wie es in der Mitteilung heisst. «Das ist der erste Schritt zu einer aktiven Alterspolitik», sagt die Stadträtin Marion Rauber von der zuständigen Direktion Soziales auf Anfrage.

Seit ihrem Amtsantritt hat Rauber der Alterspolitik ein stärkeres Gewicht gegeben. So hat das Thema beispielsweise Eingang ins Regierungsprogramm gefunden. «Wir haben ein extrem gutes Angebot für Senioren, dieses wird aber noch zuwenig wahrgenommen», sagt sie. Deshalb soll Pro Senectute nun einen Netzwerkplan Alter erstellen, wo eine jährlich aktualisierte Übersicht entsteht über alle im Altersbereich tätigen Akteure und deren Aufgaben. So sehen die Senioren künftig auf einen Blick, wer einen Mahlzeiten- und Fahrdienst anbietet oder wo man jassen gehen kann. Zudem sollen die Senioren befragt werden, wie altersfreundlich die Stadt ist. Nicht zuletzt sollen sich sie aktiv einbringen können bei Infoanlässen mit Mitwirkungselementen. Der erste dieser Art soll im Dezember 2020 in der Schützi stattfinden. All dies bietet die Pro Senectute neu zusätzlich zu den bisherigen Standardleistungen wie Sozialberatung, Wissensvermittlung oder Schulung an.

Die kantonale Geschäftsführerin Ida Boos Waldner der Pro Senectute ist «sehr zufrieden», dass mit Olten eine Leistungsvereinbarung zustande gekommen ist. Die Organisation hätte sich nämlich auch schon überlegt, aus Olten wegzuziehen. Denn bisher erhielt Pro Senectute kein Geld von der Stadt. Gerade weil sich die Senioren aber während der finanziell angespannten Zeit vernachlässigt fühlten, hat die Organisation dies dann doch nicht umgesetzt. Neben Olten gibt es auch in Solothurn, Grenchen und Breitenbach eine stärkere Zusammenarbeit mit der Altersorganisation.

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