Olten
Stadt will kein Hahnenwasser für Sitzungen

Die Stadt zahlt 1500 Franken pro Jahr, um Flaschenwasser in Sitzungszimmern zur Verfügung zu stellen. Nur noch Hahnenwasser aufzustellen, lehnt der Stadtrat ab.

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An den Sitzungen möchte der Stadtrat aus Flaschen trinken.

An den Sitzungen möchte der Stadtrat aus Flaschen trinken.

Keystone

In ihrem Postulat hatten Luisa Jakob SP/Junge SP und Mitunterzeichnende den Oltner Stadtrat aufgefordert, den Erwerb des Labels Blue Community zu prüfen. Nun liegt die Antwort der Exekutive vor: Sie empfiehlt zwar die Überweisung des Vorstosses, gleichzeitig aber auch dessen Abschreibung.

Wer das Label Blue Community erwerben will, verpflichtet sich, im engen Sinn des Wortes, Wasser als grundsätzlich öffentliches Gut anzuerkennen. Wie der Stadtrat in seiner Antwort schreibt, seien die Städtischen Betriebe Olten (sbo) die selbstständige Tochter der Einwohnergemeinde Olten und als solche zuständig für die Trinkwasserversorgung in der Stadt, darüber hinaus auch für jene in den Gemeinden Trimbach, Starrkirch-Wil sowie den Gemeinden des Zweckverbandes Unterer Hauenstein (Hauenstein-Ifenthal und Wisen).

Ebenfalls gehörten die sbo dem Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfachs an. Dieser wiederum setze sich für einen sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit Wasser ein.

Damit seien die Zielsetzungen des Blue-Community-Labels unterstrichen. «Aktivitäten auf internationaler Ebene sind angesichts der finanziellen und personellen Kapazitäten nicht möglich oder nach Ansicht des Stadtrates auch nicht stufengerecht», lautet die Antwort aus dem Stadthaus.

Der weitgehende Verzicht auf Flaschenwasser, ebenfalls Bestandteil des Labels, sei auch ohne Beitritt möglich, so die Exekutive weiter. Die Stadtverwaltung kaufe pro Jahr für rund 1500 Franken Flaschenwasser, welches in Sitzungszimmern zur Verfügung gestellt werde. Mitarbeiter würden ihr Wasser dagegen aus der eigenen Tasche bezahlen, so der Stadtrat zum Schluss. (hub)

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