Was diese Zeitung letzten August bereits angekündigt hat, soll nun bald Realität werden: Bis in diesem Frühling will die Stadt die Rolltreppe, welche in die City-Passage führt, rückbauen. Sie ist seit Jahren ausser Betrieb, weil eine Instandstellung zu teuer käme. Der nebenstehende Lift bleibt aber bestehen und ist weiterhin in Betrieb.

Auf der frei werdenden Fläche von 13 auf 3 Metern möchte das City Bar Café an der Frohburgstrasse 30 eine Aussenwirtschaft betreiben. Der Gastro-Betrieb hat dafür beim Stadtrat ein Gesuch eingereicht, das dieser nun an seiner letzten Sitzung vergangenen Montag gutgeheissen hat. Damit fällt das öffentliche Wegrecht an die Bar. Für die Passanten bleibt genügend Platz für den Durchgang.

Der Barbesitzer ist zudem bereit, einen Viertel der Kosten zu übernehmen, um die Rolltreppe abzubrechen und den Platz zu betonieren. Die Stadt rechnet mit Aufwendungen von rund 43'000 Franken, wie es im Stadtratsprotokoll heisst. Eine Gebühr an die Stadt für die Benützung öffentlichen Grundes wird danach nicht fällig. Der Platz vor dem Café ist in Privatbesitz.

Das sagt der Gastro-Betreiber

Bis es soweit ist, könnte es aber noch dauern. Gegen die beiden im Oktober 2017 ausgeschriebenen Baugesuche – Rückbau Rolltreppe und Aussenwirtschaft – sind bei der Bauverwaltung Einsprachen eingegangen, wie Direktionsleiter Adrian Balz auf Anfrage sagt. Anwohner befürchten Lärm durch die Café-Gäste. Bis Anfang März soll der Einspracheentscheid in der Baukommission gefällt sein.

City-Bar-Café-Betreiber Fernando Rallo Marquez hofft, dass die Einsprachen bereinigt werden können, damit die Aussenwirtschaft bald einmal eröffnet werden kann. Er achtet die Rolltreppe sowieso als gefährlich. «Die bringt doch nichts mehr.»

Rallo Marquez verspricht zudem, dass er draussen keine Musik abspielen wird. Durch den Tag ist der Gastrobetrieb vor allem ein Café, abends wird er dann zur Bar.