Die Stadt Olten macht Ernst mit der weiteren Optimierung ihrer Finanzen. Deshalb hat der Stadtrat Mitte Januar beschlossen, per 1. Februar die Gebühr von Erdbestattungen für Nicht-Oltnerinnen und -Oltner zu erhöhen. Fortan kostet die Erdbestattung eines Erwachsenen statt 1800 neu 2100 Franken, die Erdbestattung eines Kindes schlägt neu mit 1500 Franken zu Buch.

Zuvor waren es 900 Franken. Der Stadtrat begründet die doch massive Preiserhöhung mit dem Umstand, dass für die Graberstellung einer Erdbestattung Werkhofkosten von rund 2000 Franken auflaufen. Bilanz also: Bislang finanzierte der Oltner Stadtsäckel einen Teil dieser Arbeiten massiv mit. Ab Februar sollen diese Arbeiten nun kostendeckend verrechnet werden können.

Für die Starrkirch-Wiler, eigentlich ebenfalls Auswärtige, bleibt dennoch alles beim Alten. Zwar würden auch sie unter die neue Tarifordnung fallen, aber seit 1964 besteht eine Vereinbarung zwischen den beiden Gemeinden, welche besagt, dass Gebührenerhöhungen lediglich bei einem Anstieg des Landesindex für Konsumentenpreise vollzogen werden können. Seit der letzten Revision (Juli 2014) ist dies aber nicht geschehen.

Wie die Stadtkanzlei erklärt, werde mit der Gebührenanpassung das Ziel verfolgt, die Erdbestattungskosen für Auswärtige decken zu können. Seit dem Jahr 2013 sind 20 auswärtige Personen – inklusive Personen aus Starrkirch-Wil – in Olten erdbestattet worden.