Mit mehreren Fahrzeugen musste die Polizei am Sonntag zum Fussballplatz bei der Aarburger Badi ausrücken. Am Rande der 4.-Liga-Partie Desportivo Portugues Aarburg gegen Schönenwerd-Niedergösgen b war es zu unschönen Szenen gekommen. Während der ersten Halbzeit soll ein Zuschauer ständig den Torhüter seines Teams provoziert haben, berichtete Paulo Oliveira, Trainer von Desportivo Portugues Aarburg. Beim Stand von 1:0 für Schönenwerd-Niedergösgen schickte der Referee die Teams in die Pause. «Unser Goalie lief zur Seitenlinie und wollte sich Tee holen. Es kam zum Wortgefecht zwischen ihm und dem provozierenden Zuschauer. Plötzlich kickte der mit Stahlkappen-Töffschuhen meinem Torhüter zwischen die Beine», schilderte Oliveira die Szene. Sein Assistenztrainer habe ebenfalls «was abgekriegt». Der Aarburger Goalie ging zu Boden, woraufhin die Situation eskalierte, der Schiedsrichter offiziell die Partie abbrach und die Polizei sowie der Krankenwagen alarmiert wurden. Der verletzte Portuguese-Spieler war am Sonntagabend noch in Spitalpflege. Patrick Zengaffinen, Trainer der Gäste, bekam die Tätlichkeit nach eigenen Angaben nicht wirklich mit. Er wartete bereits in der Feldecke auf sein Team für die Halbzeitbesprechung, als die Rangelei begann. «Dann sah ich die Rudelbildung, wollte schlichten, konnte die Eskalation aber nicht verhindern.»

Bei der Kantonspolizei Aargau wollte man sich nicht näher zum Einsatz äussern. Auch Hannes Hurter, Mediensprecher des Aargauer Fussballverbandes (AFV), konnte nicht mehr sagen, als dass der AFV über den Spielabbruch diskutieren werde. «So was macht man einfach nicht», ärgerte sich Paulo Oliveira, «es war der Vater eines Spielers, er sollte doch ein Vorbild sein.» (gam)