Haben Sie sich je gefragt, was aus all den gefällten Tannenbäumen wird, die während der Weihnachtszeit nicht verkauft werden? In Olten wurde für die immergrünen Bäumchen doch noch eine sinnvolle Verwendung gefunden. Anstatt sie zu verbrennen, werden sie im Tierpark Mühletäli zu Futter für Hirsch, Geiss und Co. 

Die Idee für das tierische Christbaum-Fressen hatte Tierpflegerin Kyra Bossard. Wie Tele M1 berichtet, kam ihr die Idee, als sie im Aldi Früchte und Gemüse für ihre Schützlinge kaufen wollte. «Da habe ich gesehen, dass sie noch Weihnachtsbäume haben und fragte, ob ich sie haben kann», erzählt sie. «Dann hiess es, ich könne alle Bäume von allen Läden in der Umgebung haben.» Insgesamt fünf Aldi-Filialen aus der Umgebung spenden dem Wildpark ihre nicht verkauften Tannenbäume – eine grosse Freude für Bossard. «Die Tiere lieben die Bäume. Sie kauen an den Nadeln und an der Rinde, alles kommt weg. Das ist für sie wie ein verspätetes Weihnachten.» 

Dass die Bäume nicht umsonst gefällt wurden, freut die Betreiber des Tierparks. «Für die Tiere ist es auch eine Beschäftigung», erklärt Kyra Bossard. «Die Hirsche spielen mit den Bäumen, nehmen sie mit ihrem Geweih hoch. Ich bin froh, dass man die Tannenbäume so gebrauchen kann. Denn so sind diejenigen, die nicht geschmückt in einer Stube stehen dürfen, doch noch für etwas gut.» 

Aber nicht nur unverkaufte Tannenbäume sind im Tierpark willkommen, auch Private können ihre gebrauchten Bäume spenden. Wichtig ist dabei, dass der Baum komplett ungeschmückt ist, denn nur so können die Tiere unbeschwert zubeissen. (chg)