Endlich ist spruchreif, wo Karl’s kühne Gassenschau im nächsten Jahr das Spektakel Sektor 1 zeigen darf: in Olten. Die Kühnen zügeln ihren Sektor 1 für die Saison 2018 auf das Areal Olten Südwest. «Sicher mal für eine Saison», wie Catherine Bloch, Medienbeauftragte des Spektakelgiganten, erklärt. Denkbar wäre durchaus eine weitere Saison im Jahr 2019. Etwas fernere Zukunftsmusik also. Beide Orte, Winterthur und Olten, seien bestens eingeführte Orte. «Nun kommt Karls kühne Gassenschau 2018 erst mal nach Olten; später schauen wird weiter», sagt Catherine Bloch.

Bestens bekannt

Das Areal in Olten SüdWest ist der erfolgreichen Truppe bestens bekannt – so durften die Kühnen bereits für die beiden letzten Produktionen – Silo 8 (2008/2009) und FABRIKK (2013/2014) das Gastrecht geniessen. «Für uns ists schön, wieder zurückzukehren», sagt Bloch. Die Truppe sei froh, einen solchen Aufführungsort nutzen zu können. «Es ist nicht einfach, Areale in der benötigten Grösse zu finden.» Knapp fünf Hektaren gross ist das Areal am derzeitigen Spielort in Winterthur. «In Olten wirds minim kleiner sein», so die Medienbeauftragte. Fest steht bereits jetzt: In irgendeiner Form werden auch die Besucherparkplätze nahe des Spielortes angeboten. Der Vorverkauf für Olten wird Mitte Oktober 2017 eröffnet.

Die Stadt Olten freut sich über den Entscheid, allen voran Stadtpräsident Martin Wey: «Aller guten Dinge sind – mindestens – drei: Wir freuen uns riesig, dass wir die Kühnen bereits mit dem dritten Programm in Olten begrüssen dürfen. Ihr Auftritt bereichert unser Jahresprogramm und trägt schweizweit zu unserem guten Ruf als zentraler Veranstaltungsort im Mittelland bei.» Das Patronat der hiesigen Saison hat die Stadt Olten inne.

Nicht nur der Stadtrat von Olten hat dem Gesuch für eine Spielzeit in der Dreitannen-Stadt zugestimmt, der Kanton Solothurn hat für das Gastspiel ebenfalls seine Bewilligung erteilt. Karl’s kühne Gassenschau, bekannt für aufwendige und opulente Bühnen-Konstruktionen, benötigt für «Sektor 1» unter der Spielfläche einen grossen Raum, aus dem aller Gattung Material wie aus einer Wundertüte herausbricht. Um diesen Raum zu schaffen, wollen die Theaterleute auf dem Spielgelände in Olten Südwest mehr als fünf Meter tief graben. Die Schwierigkeit: ab zwei Metern Tiefe stösst man dort auf Grundwasser. Mittlerweile sind die vorsorglichen Massnahmen getroffen, die baurechtlichen Auflagen erfüllt und die Arbeiten können vollzogen werden. Diese sind seit einigen Tagen bereits in Gange.

Go West

Nach der Winterpause wird die ganze Crew von Winterthur Richtung Westen ziehen und «es freuen sich alle auf die Spielzeit in Olten», wie Catherine Bloch weiss. Dazu Gründungsmitglieder und Geschäftsführer Paul Weilenmann: «In Olten hatten wir immer eine tolle Zeit. Der Kontakt mit den Behörden, der Bevölkerung, den Nachbarn und der Stadt war sehr angenehm und freundschaftlich. So war natürlich der Wunsch sehr gross, mit Sektor 1 in die Kulturstadt Olten zurückzukehren. Wir sind sehr dankbar, dass es geklappt hat.»

Dieses gute Einvernehmen wird von den Veranstaltern auch gesucht. «In der Regel findet, meist noch vor Saisonbeginn, ein Anwohnerapéro statt. Dabei werden die Anwohner informiert, die Spielarena präsentiert und vieles kann beim Apéro direkt besprochen werden; dass schafft Nähe und trägt dazu bei, die Spielsaison ohne grössere Schwierigkeiten absolvieren zu können», so die Mediensprecherin.

Noch bis zum 23. September 2017 wird Sektor 1 in Winterthur gespielt. «Die Crew hofft auf einen warmen und goldigen Herbst», sagt Bloch. Dann zieht die Gassenschau nach über 80 ausverkauften Sektor 1-Shows eine tolle Winterthurer Bilanz für die zweite Spielzeit. Über 100 000 Besucher haben Karten für das neuste Spektakel ergattern können.

Das Spektakel wird auch in Olten ca. 120 Minuten (keine Pause) dauern. Einlass ist jeweils ab ca. 19.50 Uhr – die Platzwahl ist frei. Gespielt wird in der Open Air-Arena bei jeder Witterung, die Zuschauertribüne ist wie immer überdacht.