Spatenstich
Kindergarten D in Kappel: Bezugsbereit im Herbst 2023

Bauboom und Bevölkerungszuwachs machen den Bau des vierten Kindergartens in Kappel notwendig. Rund 1,6 Millionen Franken sind dafür veranschlagt.

Urs Huber
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Spatenstich zum Kindergarten D in Kappel. In der Mitte Gemeindepräsident Rainer Schmidlin (blaue Mütze), links daneben Fabio Della Giacoma.

Spatenstich zum Kindergarten D in Kappel. In der Mitte Gemeindepräsident Rainer Schmidlin (blaue Mütze), links daneben Fabio Della Giacoma.

Bruno Kissling

Sie hatten ihre Wünsche mitgebracht, die Kindergartenschülerinnen und -schüler, die am Spatenstich zum neuen Kindergartengebäude D in Kappel teilnahmen. In eine Metallbüchse gepackt hatten sie Zeichnungen ihres individuellen Traumkindergartens, die der Bagger dann flugs ins Erdreich eingrub, aber nicht begrub. Dass am Montag das angegangene Projekt nicht bei allen den Träumen entsprechen wird; geschenkt.

Fertiggestellt in der zweiten Hälfte 2023

Dessen Umsetzung beziehungsweise der Bezug soll in die zweite Hälfte des kommenden Jahres fallen. Gemeindepräsident Rainer Schmidlin hatte am Spatenstich auf den Beginn des Schuljahres 2023/24 getippt. Fabio Della Giacoma, Geschäftsleitungsmitglied der mit der Projektleitung betrauten Della Giacoma & Krummenacher Architekten AG, stellte aber bestenfalls Herbst 2023 in Aussicht.

Bereits ziemlich genau vor zwölf Jahren hatte fast selbenorts in Kappel ein Spatenstich stattgefunden. Jener zum Kindergarten C nämlich. Schmidlin sagt:

«Beim aktuellen Projekt haben wir Wert darauf gelegt, das Gebäude zweigeschossig zu bauen.»

Das dürfte bei der anhaltenden Bautätigkeit und dem prognostizierten Bevölkerungswachstum in Kappel für eine gewisse Beruhigung sorgen, ist damit doch auch eine gewisse räumliche Reservekapazität geschaffen. Auch wenn man in einem ersten Schritt auf den Ausbau des Obergeschosses aus preislichen Überlegungen verzichtet.

Rückweisungsantrag blieb seinerzeit erfolglos.

Die Baute ist mit 1,6 Millionen Franken veranschlagt und passierte an der Gemeindeversammlung im Juni dieses Jahres grossmehrheitlich. Der gemeinderätliche Antrag hatte allerdings einen Rückweisungsantrag mit der Forderung nach einer Neuplanung zu überstehen.

Mit dem Verweis auf Bedarf nach Stauraum wurde die Absicht des Gemeinderates bekämpft, die Gebäulichkeit nicht unterkellert bauen zu wollen. Der Gemeinderat machte Kosten geltend. Eine Unterkellerung wurde damals mit grob geschätzten rund 300’000 Franken beziffert.

Auch mit dem Verzicht auf einen Endausbau des Obergeschosses bleiben der Gemeinde (vorläufig) Kosten erspart. Man geht dabei von einer runden Viertelmillion aus.