Rolf Sommer, Vater des Wildparks Mühlitäli, reagiert auf die Sparbemühungen des Oltner Stadtrates mit einer Volksmotion. Dies, nachdem die im Budget 2013 der Stadt Olten aufgeführten Unterstützungsbeiträge über 300 000 Franken für Sanierungen im Mühletäli im Zuge der Sparbemühungen neu auf 0.00 Franken angepasst wurden.

«Als ich das davon erfuhr», so Sommer, konnte ich das kaum glauben.» In Besprechungen mit vielen Leuten sei der stadträtliche Entscheid auf sehr grosses Unverständnis gestossen, so Sommer weiter. Sehr viele Leute würden ihn, Sommer, bei den Bemühungen um den Wildpark Mühletäli unterstützen. Nach den Naturereignissen sei dieser Bescheid wirklich absolut niederschmetternd gewesen. «Ich kann nicht verstehen, dass der Stadtrat, im Wissen von allen unseren Anstrengungen und Problemen, diesen Entscheid fällen konnte.» Er, Sommer, werde für den Wildpark kämpfen.

Die Bevölkerung habe ein Naherholungsgebiet verdient, welches den Kindern Freude bereite. «Aufgrund meiner politischen Erfahrungen kam für mich nur eine Volksmotion infrage», so Sommer, der sich zuversichtlich zeigt, dass der Vorstoss schon an einer der nächsten Gemeinderatssitzungen behandelt werden könne, da sowieso fast alle Geschäfte «abgehandelt» seien.

Schliessung droht

Mit dem Vorstoss (in Olten «Vorschlagsrecht» genannt, benötigt mindestens 30 Stimmberechtigte, wird so behandelt wie parlamentarischer Vorstoss) will Sommer den Stadtrat auffordern, den gekürzten Investitionsbeitrag wieder in das Budget 2013 aufzunehmen. «Der Wildpark Mühletäli ist dringend auf die Investition angewiesen. Ohne den Investitionsbeitrag der Stadt Olten besteht eine Gefährdung von Personen und Wildtieren und es droht die Schliessung des Wildparks», erklärt Sommer. Ein geologisches Gutachten vom 10. Oktober letzten Jahres hatte ergeben, dass bei einem Absturz des Felsens oberhalb des Ziegengeheges eine erhebliche Gefährdung (rote Gefahrenstufe) für Stallungen und Gehege bestehe und die Bauweise der Ställe keinen ausreichenden Schutz für Personen und Wildtiere bildeten. Das kantonale Veterinäramt hatte mit einer Verfügung vom 31. Januar 2013, entsprechend der eidgenössischen Tierschutzverordnung vom 23. April 2008, die Bewilligung für den «Wildpark Mühletäli» nur unter Vorbehalten erteilt. So sollen die Zäune bis 1. Mai 2013 erneuert und der Jungtierschlupf bis 30. September 2013 eingerichtet sein. (mgt/hub)