Olten
Sparen ist eine Pflicht - Allee beim «Bornblick» wird nicht umgestaltet

Auf die Umgestaltung der Allee bei der Seniorenresidenz Bornblick wird verzichtet. Die Stadt Olten verzeichnete mehrmals Defizite und deshalb soll nun kein Geld in neue Bäume investiert werden.

Beat Nützi
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Die Allee bei der Seniorenresidenz Bornblick in Olten bleibt bestehen, wie sie ist.

Die Allee bei der Seniorenresidenz Bornblick in Olten bleibt bestehen, wie sie ist.

Bruno Kissling

Olten geht es finanziell schlecht. Olten muss sparen. Olten muss noch mehr sparen. So und ähnlich lauteten in den letzten Jahren die Schlagzeilen zur Finanzlage der Stadt Olten, die durch das Ausbleiben des Millionen-Mannas der schlingernden Alpiq in Schieflage geraten ist.

Ein Sparbudget jagt das andere. Aber trotz Steuererhöhung und Verzichtsplanung kreist der Pleitegeier nach wie vor über der Dreitannenstadt, die seit 2011 rote Zahlen schreibt. Und auch für 2016 zeichnet sich ohne Steuererhöhung erneut ein defizitäres Budget ab.

In Anbetracht dieser Finanzentwicklung ist Sparen Pflicht. Das sagte sich auch Daniel Blaser, Immobilienchef der W. Thommen AG, als er zur Kenntnis nehmen musste, dass im Zusammenhang mit der Sanierung der Ziegelfeldstrasse entlang der Seniorenresidenz Bornblick die dortige Allee verändert werden sollte.

4 der 13 Bäume sollten durch andere ersetzt werden, weil die jetzige Allee angeblich zu langweilig bzw. zu eintönig sei. Daniel Blaser, der den Wert pro Baum auf rund 5000 Franken schätzt, sah in einer solchen Ersatzübung eine «Verschleuderung von Steuergeldern», die man sich nicht mehr leisten dürfe.

Blasers Kritik blieb nicht ungehört. Seine Intervention zeigte Wirkung. Obschon der Bund die Hälfte der Kosten übernommen hätte, weil das «Baumprojekt» im Zusammenhang mit der ERO steht, hat das Amt für Verkehr und Tiefbau des Kantons Solothurn am Dienstag entschieden, auf diese Massnahme zur Aufwertung der Ziegelfeldstrasse zu verzichten.

Der ERO-Projektleiter des Kantons Solothurn, Lothar Bürgi, erklärte gegenüber dieser Zeitung, dass bei diesem Entscheid unter anderem finanzpolitische Erwägungen ausschlaggebend gewesen seien.

Inzwischen hat sich auch die Stadt Olten mit dem Entscheid des Kantons einverstanden erklärt, wie Stadtplaner Lorenz Schmid mitteilte. Laut Schmid hätte die Stadt Olten neben den Beiträgen von Bund und Kanton im Rahmen der ERO-Finanzierung nur etwa 15 bis 20 Prozent der Kosten mittragen müssen. Tempi passati: Jetzt steht fest, die seit elf Jahren bestehende Allee beim «Bornblick» bleibt, wie sie ist.

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