«Kunstturnen ist Spitzensport». So lautete die Überschrift des Jahresberichts von Daniel Stöckli, technischer Leiter der Kunstturner-Vereinigung des Kantons Solothurn (KVKSO).

Leidenschaft, Respekt, Disziplin, ein intaktes Umfeld, eine zeitgemässe Infrastruktur sowie Wettkampfglück sind weitere Voraussetzungen, um - wie es die Kunstturner-Vereinigung vorlebt - die Sportart landesweit in die positiven Schlagzeilen zu bringen.

Erfolgreich an allen Fronten

Es entspricht einer langen Tradition, dass auch die Prominenz und die Sympathisanten des KVKSO nicht fehlen, wenn sich die Magnesianer zur Standortbestimmung einfinden. Am Samstag waren an der Generalversammlung in Gunzgen Kantonsratspräsident Peter Brotschi in Begleitung von Regierungsrat Roland Heim und alt Ständerat Rolf Büttiker anwesend.

Letzterer in der Eigenschaft als OK-Präsident der Schweizer Mannschaftsmeisterschaften, die am 13./14. September in der Oltner Stadthalle unter dem Patronat der Vereinigung über die Bühne gehen.

Mit Nils Haller und Simon Nützi figurieren zwei Turner im Nationalkader und ein Duo im erweiterten Nationalkader. Darüber hinaus treffen wir in den Kaderlisten des STV auf weitere «Himmelsstürmer» mit Solothurner Wurzeln, die ein Versprechen für die Zukunft der Vereinigung sind.

Bei der Durchsicht der Jahresberichte stösst man bei den verschiedensten Wettkämpfen auf einen Medaillensegen. An den Schweizer Meisterschaften der Junioren beispielsweise gab es sechs Gold- und zwei Silbermedaillen. Ein weiteres Highlight waren die Mannschaftsmeisterschaften. Die zweite Mannschaft stieg dabei in die NLB auf und die erste Equipe feierte den Vizemeistertitel.

2019: 100-Jahr-Feier

Daniel Stöckli zeigte sich in seinem Schlusswort erfreut über die herausragenden Resultate, vermochten seine Schützlinge doch national und international Akzente zu setzen, die zu berechtigten Hoffnungen auf eine erfolgreiche Zukunft Anlass geben. «Kunstturnen ist eine Sportart, die hohe Anforderungen an die Athleten stellt.

Es genügt nicht, nur Kraft zu haben oder schnell zu laufen; vielmehr muss es auch im Kopf stimmen», ist Stöckli überzeugt. Der Vereinigung ist es ein Anliegen, mit starken Turnern an Wettkämpfen vertreten zu sein. Aber auch in dieser Sportart heisst die Devise: Ohne Breite keine Spitze.

Ein Blick in die Runde des Saals zeigte, wie viele junge entwicklungsfähige Kräfte in der Vereinigung vertreten sind. Diese sorgen im Hinblick auf das hundertjährige Bestehen der Vereinigung im Jahr 2019 für einen Motivationsschub. In personeller Hinsicht konnten die im Berichtsjahr eingetretenen Vakanzen durch kompetente Kräfte ersetzt werden.

Erfreulicher Kassabericht

Die durch Claudia Bitterli präsentierte Rechnung schloss mit Mehreinnahmen von 5067 Franken ab. Für das laufende Jahr «ist eine schwarze Null budgetiert», so die «Finanzministerin» und dies bei unveränderten Mitgliederbeiträgen. Kantonsratspräsident Peter Brotschi gestand in seinem Grusswort ein, sich selbst einmal am Barren und Reck abgemüht zu haben.

«Ziemlich erfolglos», gesteht er. Und: «Kunstturnen ist nicht so im Fokus der Medien, aber nichtsdestotrotz eine fantastische Sportart».

Die Rangliste der erfolgreichsten Solothurner Kunstturner wird angeführt von Benjamin Gischard mit 852 Punkten, gefolgt von Simon Nützi mit 687 Punkten und Danilo Corti mit 510 Punkten. Heidi Plüss, vom TV Oberbuchsiten, erhielt aufgrund ihres besonderen Einsatzes die Verdienstauszeichnung des KVKSO überreicht.

Höhepunkt eines erneut attraktiven Jahresprogramms sind wie erwähnt die am Wochenende des 13. und 14. September 2014 in Olten stattfindenden Schweizer Mannschaftsmeisterschaften. Urs Nützi stimmte die Magnesianer mit dem Hinweis auf das Highlight ein: «Der Anlass von nationaler Ausstrahlung ist aufgegleist.»