Olten
Solidaritäts-Konzert: Stromgitarren für den Wiederaufbau in Nepal

«Metal for Nepal» - mit der Konzertreihe soll der Wiederaufbau in Nepal nach den verheerenden Erdbeben unterstützt werden. Auch das Oltner Kulturlokal Coq d'Or macht bei der Aktion mit: Drei Bands rocken für den guten Zweck.

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Frana: Die Post-Hardcore-Band aus München spielt am Freitag am Solidaritäts-Konzert für Nepal im Coq d’Or.

Frana: Die Post-Hardcore-Band aus München spielt am Freitag am Solidaritäts-Konzert für Nepal im Coq d’Or.

Zur Verfügung gestellt

Durch mehrere verheerende Erdbeben Ende April und Anfang Mai wurde die Infrastruktur Nepals weitgehend zerstört. Das Thema ist inzwischen fast wieder aus dem Fokus der Medienöffentlichkeit verschwunden. Nichtsdestotrotz bleibt die humanitäre Lage im schwer zugänglichen und von Armut geprägten Land prekär. Die verschiedenen politischen Kräfte des Landes nutzen die Naturkatastrophe zur eigenen Profilierung und erschweren damit die Hilfsarbeiten.

Helfer suchen in den Trümmern in Kathmandu nach Überlebenden
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Dieser Mann in Kathmandu muss aus dem Schutt ausgegraben werden
In Kathmandu werden Verschüttete geborgen
In Kathmandu werden Verschüttete geborgen
Der Erdstoss mit der Stärke 7,8 liess zahlreiche Gebäude wie Kartenhäuser zusammenfallen.
Die Gebäude sind teilweise eingestürzt
Nachbeben erschwerten die Hilfseinsätze und Aufräumarbeiten.
Alle Betten im Krankenhaus sind belegt
Ebenfalls zerstört wurden zahlreiche Weltkulturerbe- und Pilgerstätten.
Die Menschen trauern um verstorbene Angehörige
Sie sind noch einmal davongekommen: Glückliche Momente in den Stunden des Schreckens.
Am Mount Everest wurde durch das Beben eine Lawine ausgelöst.
Blick ins Basiscamp
Schweres Erdbeben in Nepal fordert hunderte Tote

Helfer suchen in den Trümmern in Kathmandu nach Überlebenden

Keystone

«Metal for Nepal» ist eine Konzertreihe, initiiert von Randy Schaller aus Nyon, die die Unterstützung des internationalen Projekts «No Silence for Nepal» zum Ziel hat. Die Solidaritätsaktion ist eine nepalesisch-schweizerische Zusammenarbeit und unterstützt gezielt und ohne Umwege lokale Hilfsprojekte.

In einer ersten Phase ging es vor allem um Wasser, Essen, Medizin und Kleider, da viele Leute obdachlos wurden. Nach der Soforthilfe soll nun schrittweise die Infrastruktur wieder aufgebaut werden.

Zerstörtes Kulturerbe: Nepal nach dem Erdbeben
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Der Maju-Deval-Tempel auf dem Durbar-Platz vor ... Fotoia
... und nach dem Erdbeben.
Die Syambhunaath-Stupa ist ein Wallfahrtsort für Gläubige
Die Stupa steht noch - das Gebäude daneben wurde komplett zerstört
Eine Nebenbau der Stupa ist zerstört.
Ein Hindufestival in Bhaktapur vor wenigen Tagen
Bhaktapur nach dem Beben
Der Dharahara-Turm stand fast 200 Jahre lang
Der Dharahara-Turm hielt dem Beben nicht Stand
Der Pashupatinath Tempel am Ufer des Bagmati
Nun werden vor den Toren des Tempels die Toten kremiert

Zerstörtes Kulturerbe: Nepal nach dem Erdbeben

key/fotoia

340 Häuser für Gorkha

Aktuell werden 340 Häuser in der Region Gorkha, wo sich das Epizentrum des Erdbebens befand, auf traditionelle Art wieder aufgebaut. Es wird darauf geachtet, dass die Materialien grösstenteils vor Ort beschafft werden.

Um dieses Projekt zu unterstützen, findet am kommenden Freitag im Oltner Kulturlokal Coq d’Or ein Konzert statt. Es ist einer der wenigen Anlässe dieser Art in der Deutschschweiz. Die restlichen Veranstaltungen gingen und gehen in der Romandie, in Frankreich, aber auch Amerika und in Nepal selber über die Bühne.

In Olten treten die zwei Post-Hardcore Bands «The Disgrazia Legend» aus Italien und «Frana» aus München sowie die Davoser Hardcore-Band «The Giving» auf. Sämtliche Einnahmen gehen an das Projekt «No Silence for Nepal». Den Link zur Website des Projekts finden Sie HIER. (mgt)

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