Olten

So schlecht war das Wetter am Ruttiger Weihnachtsmarkt noch nie

Wegen des schlechten Wetters hatte der Weihnachtsmarkt auf dem Ruttigerhof weniger Besucher als in anderen Jahren. Die die da waren, waren aber vollends zufrieden.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Oder zwei, oder drei. Auf dem Ruttigerhof in Olten waren es samstags und sonntags unzählige. Zum 17. Mal führte die Familie Hengartner ihren Adventsmarkt auf dem Areal des Landwirtschaftsbetriebs durch – eben dem Ruttigerhof.

Zu kaufen gibt es an diesem Markt ausschliesslich Natürliches oder Selbstgemachtes. Dies sei ihr wichtig, so Karin Hengartner, welche den familienfreundlichen Adventsmarkt vor 17 Jahren ins Leben gerufen hat. «Ich wollte einen Markt schaffen, an welchem es für die ganze Familie etwas im Angebot hat», erklärt sie weiter. Dass dies keine leere Versprechung ist, bestätigt Eugen Schmid aus Trimbach, welcher am Samstag am Lagerfeuer sitzt: «Hier kann man sogar Würste selber bräteln, das gefällt mir », erklärt er und erzählt weiter: «Jetzt fehlt nur noch der Schnee. Aber hierher komme ich bestimmt wieder.»

Schnee stand nicht auf Petrus’ Plan. Dafür am Sonntag viel, viel Regen. Mit ein Grund, wieso dieses Wochenende nicht so viele Besucher nach Olten strömten wie in anderen Jahren. So sei es halt, meint die Chefin: «Unser Markt findet draussen statt. Das Wetter können wir nicht steuern. So schlechtes Wetter wie heute, hatten wir in diesen 17 Jahren aber noch nie.»

51 Stände und verschiedene Vereine

Betrübt sei man deshalb aber nicht, erklärt Philipp Hengartner, Karins Mann, welcher im Raclette-Stübli neben ihr Platz nimmt. Spontan stimmen die Mitglieder des Jodlerklubs Gäu ein Lied an, welche die Raclette-Stube betreiben. Das passiere von Zeit zu Zeit, wenn sie nicht zu sehr mit servieren beschäftigt seien, erzählt Karin Hengartner sichtlich erfreut.

Nebst den 51 Standbetreibern ist der Jodlerklub Gäu nicht der einzige Verein, welcher durch den Adventsmarkt seine Vereinskasse aufbessern kann. Die Kaffeestube wurde durch die Damenriege des TV Olten betrieben. Im Angebot standen unter anderem diverse hausgemachte Kuchen, welche die Damen des Vereins alle selber gebacken haben. «Für uns ist das ein schöner Anlass, um eine Kaffeestube zu betreiben», so die OK-Damen der Riege. Strom, Bänke sowie Tische werden durch Hengartners gestellt, was die Vereine sehr zu schätzen wissen.

Hengartners und ihr Team stellen aber nicht nur das Material für die Vereine bereit, sondern platzieren auch alle Häuschen selber mit ihren Helfern. Dieses Jahr durfte man auf die Unterstützung von nahegelegenen Bauernhöfen zählen. Eine Woche daure der ganze Aufbau, so Karin Hengartner. Dass das sehr geschätzt wird, bestätigen gleich mehrere Standbetreiberinnen und -betreiber. Gisela Peier aus Lostorf, welche mit Gartenfiguren anwesend ist, lobt die super Organisation: «Von der Anmeldung über den Informationsfluss bis hin zum Beziehen des Häuschens habe alles wunderbar funktioniert.»

Monika Gasser aus Gunzgen, welche vis à vis von Peier selber gestrickte Mützen und Socken anbot erzählt: «Als wir hier angekommen sind, fand eine schlüsselfertige Übernahme des Verkaufshäuschens statt. Für Personen wie mich, die nebenbei noch in einem Angestelltenverhältnis arbeiten, ist das optimal.»

Auch sonst werden die Häuschen, welche ab Dienstag für den Adventsmarkt in der Altstadt Olten aufgebaut werden, sehr geschätzt. Bis vor zwei Jahren habe es Marktstände gehabt. Bei garstigem Wetter sei ein Häuschen natürlich schon angenehmer, erzählen die Ausstellenden froh.

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