Olten
Simon Studinger macht ebenfalls einen Jahreskalender – mit eigenen Fotos

Wer Olten im Kleinformat an die Wand hängen möchte, wird künftig die Wahl haben zwischen zwei Kalendern: Denn neben Tobias Oetiker erstellt auch Simon Studinger einen Oltner Kalender. Bereits zum dritten Mal entsteht dieser Tage sein Jahreskalender mit Fotografien von seinen Streifzügen durch die Stadt.

Isabel Hempen
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Eine Aufnahme der Skulptur auf dem Platz des Sälischulhauses, die im Kalender vorkommen könnte.

Eine Aufnahme der Skulptur auf dem Platz des Sälischulhauses, die im Kalender vorkommen könnte.

Simon Studinger

Olten gibt es nächstes Jahr auch im Kleinformat: Als fotografischen Monatskalender, konzipiert vom Oltner Tobias Oetiker. Wer sich einen solchen an die Wand hängen möchte, wird künftig jedoch die Wahl haben zwischen zwei Kalendern, welche die Dreitannenstadt von ihren schönsten und ungewohntesten Seiten zeigen. Denn auch der 28-jährige Simon Studinger erstellt dieser Tage zum dritten Mal seinen Oltner Jahreskalender. Mit Fotografien, die er auf Streifzügen durch die Stadt geschossen hat.

«Mir gefällt jede Ecke in Olten, auch jene Dinge, die von den Leuten nicht so geschätzt werden», sagt der Optiker. Er ist im Säli-Quartier aufgewachsen und kennt jeden Winkel der Stadt. Von seinem Lehrlingslohn kaufte er sich vor Jahren seine erste Kamera. Und fasste schon damals den Plan, seine Heimatstadt ins rechte Licht zu rücken. Weil sie von Auswärtigen stets nur belächelt wurde.

Alltägliches neu inszeniert

Es gab eine Zeit, da war er fast jeden Tag mit der Kamera in der Stadt unterwegs, erinnert sich Studinger. 2012 schaltete er seine eigene Homepage oltenfotografie.ch auf, wo er seine Ansichten von Olten präsentierte. Anfang 2013 folgte eine Page auf Facebook, die derzeit von rund 650 Personen abonniert wird. Alle paar Wochen postet er eine neue Aufnahme. «Ich bemerkte, dass meine Bilder bei den Leuten ankamen», sagt Studinger. So entstand bei ihm die Idee, mit seinen Fotos einen Kalender zu gestalten. Den ersten produzierte er für das Jahr 2014. Mit Vorliebe fotografiert er Alltägliches, dem man keine Aufmerksamkeit mehr schenkt, und inszeniert dieses neu.

Nach dem zweiten Kalender im Jahr 2015 liess Studinger heuer keinen drucken – aus beruflichen Gründen fand er keine Zeit dazu. Der Prototyp für 2017 ist aber bereits in Produktion. Bisher hat er jeweils Kleinstauflagen drucken lassen und den Kalender an Freunde und Familie verschenkt. Bei Interesse kann der Kalender jedoch über seine Homepage vorbestellt werden. Kosten wird er gemäss Studinger zwischen 30 und 40 Franken. Einen Teil des Erlöses möchte er an eine gemeinnützige Organisation spenden.

Aus anfänglich einer Kamera sind inzwischen etwa 15 geworden. Studinger fotografiert abwechselnd mit Handy, Kompaktkamera, Spiegelreflexkamera oder analoger Rolleiflex. Heute findet er neben der Arbeit noch etwa einmal in der Woche Zeit zum Fotografieren. Sein Hobby möchte er aber nicht missen, es macht ihn glücklich: «Olten ist wie ein Riesenspielplatz - ein Riesenfotografiespielplatz.»

Bestellungen von Kalendern auf oltenfotografie.ch oder www.facebook.com/oltenfotografie.