Olten

Selbst die untere Investitionsschwelle im Strassenbau liegt noch zu hoch

Je 300000 Franken für die Sanierung Hausmattrain zwischen Erlimatt und «im Kleinholz», ...

Je 300000 Franken für die Sanierung Hausmattrain zwischen Erlimatt und «im Kleinholz», ...

Fürs Jahr 2014 sieht die Stadt Olten lediglich werterhaltende Investitionen von 1,2 Millionen Franken im Strassenbau vor. Der Spardruck hinterlässt auch hier seine Spuren.

Acht Positionen mit einem Finanzbedarf von 1,2 Mio. Franken weist der Investitionsplan Olten im Bereich Strassen- und Belagsbau fürs Jahr 2014 auf. Die Sparschraube wurde auch in diesem Bereich unverkennbar angesetzt.

Den grössten Brocken des Pakets machen dabei drei Schwerpunkte aus: Sanierungsarbeiten am Hausmattrain zwischen Abzweiger Erlimatt und «im Kleinholz», die Sanierung der Bannstrasse zwischen Untergrund- und Schöngrundstrasse sowie Kurvenanpassungen im Gebiet Sälistrasse/Höhenstrasse West.

Rund 300 000 Franken sind jeweils dafür veranschlagt. Die Arbeiten der übrigen fünf Positionen liegen allesamt im Bereich unter 100 000 Franken und betreffen gemäss Urs Kissling, Leiter Tiefbau, mit einer Ausnahme den Auftrag der finalen Deckbeläge, die erst nach einer gewissen Setzzeit des Untergrundes aufgebracht werden können. Die Ausnahmeposition: die Errichtung der Bushaltestelle Stadthalle Süd mit Warteraum, für 90 000 Franken die finanziell aufwendigste Position unter den «Kleinen».

600 000 Franken unter Bedarf

Die Investitionen werden gemäss Baudirektion im werterhaltenden Sinne getätigt, bleiben um gut 600 000 Franken hinter der unteren Investitionsschwelle von errechneten 1,865 Mio. Franken zurück. In den vergangenen Jahren bewegten sich die Investitionen im Bereich Strassen- und Belagsbau stets in etwa auf dieser Höhe, wobei im optimalen Fall eine obere Schwelle von rund 2,6 Mio. Franken angestrebt werden müsste.

Diese wird in der Investitionsplanung bis ins Jahr 2020 übrigens nie erreicht und erst im Jahr 2016 ist der jährliche Investitionsbedarf wieder gut in der bislang angepeilten Grössenordnung von 2 Mio. Franken veranschlagt. Der Planperimeter sieht im Übrigen vor, bis ins Jahr 2020 Investitionen von insgesamt 12,4 Mio. Franken zu tätigen.

Lebenserwartung mal Wert

Diese Schwellenwerte errechnen sich aus der Lebenserwartung städtischer Strassen (30 bis 40 Jahre, was einen Berechnungsfaktor von 2,5 bis 3,5 Prozent ergibt) und dem Wert von Gemeindestrassen, Trottoirs und Gehwegen.

Letzterer wird im Investitionsplan mit rund 74,6 Mio. Franken ausgewiesen. Die Gemeindestrassen Olten nehmen eine Fläche von etwa 394 400 Quadratmetern ein, Trottoirs und Gehwege eine solche von etwa 103 300 Quadratmetern. So nebenbei: Zu den städtischen Strassen, Trottoirs und Gehwegen gesellen sich noch rund 950 Quadratmeter Brücken und Kunstbauten, die mit einem Wert von 6,65 Mio. Franken veranschlagt sind.

In vielen Fällen, so verrät der Investitionsplan, «wird die Erneuerung von Strassen schon vor dem Erreichen der Lebenszeit erforderlich.»

Je nach Intensität der Beanspruchung sind auch die Lebenserwartungen unterschiedlich, bedingt durch die notwendige Sanierung von Werkleitungen oder höhere Belastungen durch andere Fahrzeuglasten (40-Tönner), welche gegen oben tendieren (EU: 50-Tönner).

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