Die Herzstiftung Olten wurde 1991 als lokale Partnerorganisation der Schweizerischen Herzstiftung gegründet. Kürzlich feierte sie ihr 25-Jahr-Jubiläum in der Schützi. Stiftungsratspräsident Martin Wey wies darauf hin, dass die Erfolge der Herzstiftung nie hätten realisiert werden können, wenn nicht über viele Jahre immer wieder zahlreiche freiwillige Helfer zur Verfügung gestanden hätten und Robert Keller, Geschäftsführer der Schweizerischen Herzstiftung, wies auf die positiven Synergie-Effekte zwischen den beiden Organisationen hin.

Die Schweizerische Herzstiftung kann in der Region Olten ihre Aktivitäten erfolgreich entfalten, stellt der Herzstiftung Olten Informationsmaterial zur Verteilung zur Verfügung und erhält im Gegenzug einen prozentualen Anteil der lokalen Spenden für die Förderung der Herz- und Kreislaufforschung.

Wirksame Vorbeugung

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Krankheiten sind die arteriosklerotischen Veränderungen der Gefässe häufig zu vermeiden oder zumindest zu bremsen. Dies vor allem durch Vermeiden der Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Stress.

Wohl kein medizinisches Gebiet hat so spektakuläre Erfolge aufzuweisen wie das Gebiet der Herz-Kreislauf-Krankheiten: Zu denken ist an die Möglichkeiten der Herzultraschalluntersuchungen, Computer-Tomographie, Magnetresonanzdarstellung, an die Fortschritte der Herzkatheter-Interventionen, mit denen nicht nur Herzkrankgefässe mit Ballondilatation erweitert, sondern zunehmend auch Herzklappen eingesetzt und Herzrhythmusstörungen behandelt werden.

Aber auch im Bereich der Herzschrittmacher und der Herzoperation werden die Methoden immer besser und sind mit einem immer kleineren Risiko verbunden. Es war immer ein wichtiges Ziel, dass insbesondere auch in der Region Olten alle Betroffenen Zugang zu optimalen Behandlungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Herzerkrankungen haben, und zwar von der Prävention über die Intervention bis zur Rehabilitation.

Bereits 1992 wurde mit einem ersten Schweizerischen Anlass zum Thema Jugendliche und Erwachsene mit angeborenem Herzfehler in der Schweiz der Grundstein für die später aufgebaute Beratungsstelle für die Betroffenen gelegt. Rund zehn Jahre später wurde dann mit Unterstützung zahlreicher Gründungsmitglieder aus der Region die Schweizerische Selbsthilfegruppe Cuore Matto gegründet.

Eine weitere Aktivität war in den Jahren 2007 bis 2014 die Vergabe eines Forschungspreises für Forschungsprojekte zum Thema Herz und Frau, welches dank eines grosszügigen Legates von Ida Elsa Tanner-Schmid realisiert werden konnte.

Die Unterstützung der Herzgruppen der Region, die sich hauptsächlich aus ehemaligen Patienten der ambulanten Herzrehabilitation am Spital in Olten zusammensetzt, war stets ein wichtiges Anliegen der Herzstiftung. Die Mitglieder treffen sich wöchentlich in den Herzgruppen Olten, Rickenbach und Lostorf zu körperlichen Aktivitäten und Geselligkeit.

Das grösste Projekt der Herzstiftung Olten war und ist aber sicher das Herznotfall-Projekt, mit dem die Überlebenschance beim vorzeitigen Herzstillstand ausserhalb des Spitals verbessert werden soll.

Dies einerseits durch wiederholte Informationen der Bevölkerung, aber auch durch die Integration von Herznotfallgruppen der Feuerwehren in das Rettungssystem und durch finanzielle Unterstützung innovativer neuer Technologien in die Rettungskette. Zudem haben bereits über 600 Schüler der Region mit Unterstützung der Herzstiftung Olten an einer Lebensretter-Ausbildung mit Herzmassage teilgenommen. (mgt)