Swissbiolabs, eine Initiative der Wirtschaftsförderung Region Olten, hat das Ziel, Start-ups und Talente im Bereich Life Sciences, insbesondere aus der
Diagnostik-Industrie zu fördern. Hierzu betreibt Swissbiolabs in Olten ein entsprechendes Förderprogramm. Swissbiolabs unterstützt junge Unternehmerinnen und Unternehmer dabei, ihre innovative Idee zu erfolgreichen Unternehmen zu entwickeln. Einmal im Jahr organisiert Swissbiolabs den «Swiss Diagnostics Start-up-Day», an welchem sich die Fachleute treffen und austauschen. Dieser Anlass fand letzte Woche bereits zum dritten Mal statt. Sechs Start-ups aus der Biotechnologie und Diagnostik präsentierten im Rahmen ihre Geschäftsidee und buhlten um den «Swissbiolabs Award 2019», der mit 5000 Franken dotiert ist. Der Gewinner musste aus fachlichen Kriterien überzeugen, ein geografischer Bezug zur Region Olten ist nicht notwendig. Die privaten Partner des Förderverein Swissbiolabs finanzieren den Preis.

Die Geschäftsideen wurden von einer elfköpfigen Expertenjury unter Leitung von Derek Brandt, CEO Sensile Medical, beurteilt, deren Mitglieder namhafte Persönlichkeiten aus der Life Science Branche sind. Siegerin der diesjährigen Swissbiolabs Challenge ist Anna Fahlgren mit ihrer Firma BioReperia. Das schwedische Start-up hat eine einzigartige Technologie zur Prüfung der Wirksamkeit von Medikamenten entwickelt. So werden Krebszellen von Patienten in Embryos eines speziellen Zebrafisch-Modells implantiert. Die Tumorzellen werden dann mit verschiedenen Therapien und Medikamenten behandelt. Auf diese Weise kann schneller und effizienter festgestellt werden, welche Behandlungsmethode beim Patienten die erfolgversprechendste Wirkung erzielt, und damit kann die Überlebenschance für Krebspatienten verbessert werden. «Mein Team und ich freuen uns sehr über den Gewinn der Swissbiolabs Challenge 2019 und sind geehrt, dass unsere Idee die Expertenjury zu überzeugen wusste. Wir freuen uns auf den weiteren Austausch mit dem Förderverein Swissbiolabs», sagt Anna Fahlgren nach dem Anlass.

Nächstes Jahr beabsichtigt das Start-up, in der Schweiz eine Niederlassung zu gründen. BioReperia arbeitet nämlich bereits mit Schweizer Firmen im Raum Basel zusammen. Wirtschaftsförderer Rolf Schmid versucht nun, dem Start-up einen Sitz in der Region Olten schmackhaft zu machen, wie er auf Anfrage sagt.

Neu ein Publikumspreis vergeben

Marc Moghbel und Karim Brandt sicherten sich mit Ihrem Start-up Endotelix den zweiten Platz und den 2019 erstmals durchgeführten Publikumspreis. Sie entwickeln Lösungen für das Antiphospholid-Syndrom, eine der häufigsten Autoimmunkrankheiten. Der dritte Platz ging an Christian Vogler, welcher mit seinem Start-up Advancience AG Softwarelösungen erstellt, welche sowohl im Diagnostik-Bereich wie auch im Personalwesen eingesetzt werden können. (mgt/fmu)

Von links: Platz 2. Marc Moghbel und Dr. Karim Brandt (Endotelix, 2. Platz), Dirk Schneider, Präsident Förderverein Swissbiolabs, Dr. Anna Fahlgren (BioReperia, 1. Platz), Dr. Christian Vogler (Advancience AG; 3. Platz), Derek Brandt, CEO Sensile Medical und Jury-Präsident

Von links: Platz 2. Marc Moghbel und Dr. Karim Brandt (Endotelix, 2. Platz), Dirk Schneider, Präsident Förderverein Swissbiolabs, Dr. Anna Fahlgren (BioReperia, 1. Platz), Dr. Christian Vogler (Advancience AG; 3. Platz), Derek Brandt, CEO Sensile Medical und Jury-Präsident