Olten
Schützi-Chef zu Lockdown: «Wir hoffen, dass dies schnell vorbeigeht»

Was bedeutet der Lockdown für die Oltner Schützi und fürs Stadttheater?

Patrik Lützelschwab
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Thomas Knapp, Geschäftsführer Schützi, hofft, dass die Notstandsmassnahmen schnell der Vergangenheit angehören.

Thomas Knapp, Geschäftsführer Schützi, hofft, dass die Notstandsmassnahmen schnell der Vergangenheit angehören.

Bruno Kissling

Erst das Tessin, dann das Baselbiet und jetzt auch die ganze Schweiz. Wegen des Corona-
Virus hat der Bund den nationalen Notstand ausgerufen. Konkret heisst das, dass sämtliche öffentlichen Einrichtungen schliessen müssen. Von diesen Massnahmen sind auch die Schützi und das Stadttheater in Olten betroffen. Wie sehr werden diese grossen Institutionen beeinträchtigt? «Sehr», äussert die Geschäftsführerin der Stadttheater Olten AG, Edith Scott, auf Anfrage. «Es betrifft natürlich alle Veranstaltungen, die nicht stattfinden können. Es herrscht kompletter Stillstand», sagt Scott.

Seit Anfang März mussten aufgrund der Massnahmen des Bundes zehn Veranstaltungen aus der Kulturreihe abgesagt werden. Dazu kommen noch 18 aus dem Tagungsbereich, welche zum Teil verschoben wurden. «Dass die allermeisten Auftritte auf einen späteren Zeitpunkt geschoben wurden, kommt uns aber dennoch zugute», sagt die Geschäftsführerin. Umgekehrt bedeute dies aber auch, dass freie Tage und Neuvermietungen durch die vielen Verschiebungen besetzt sind. «So versuchen wir, den Künstlern entgegenzukommen, damit sie nicht auf ihre Gagen verzichten müssen», sagt Scott. Zwei Auftritte wurden bereits ganz abgesagt. In solchen Fällen bekommen die Kunden das Geld zurück. Der Schalter wurde bereits geschlossen. Zur gesamtfinanziellen Lage kann Scott aber noch keine Stellung beziehen.

Aber nicht nur das Stadttheater ist betroffen, sondern auch die Schützi. «Wir selber sind keine Veranstalter, sondern Vermieter, da fehlen schon Einnahmen», sagt Thomas Knapp, Geschäftsführer der Schützi.

«Wir sitzen im selben Boot wie die Veranstalter»

Man habe aber mit den Veranstaltern, welche ihre Anlässe abgesagt haben, nach Lösungen gesucht und diese auch gefunden. «Wir sitzen schlussendlich sowieso alle im selben Boot», sagt Knapp. Der Betrieb in der Schützi wird fürs Erste runtergefahren. «20 Veranstaltungstage fehlen uns jeweils im März und im April.

Falls die Massnahmen des Bundes länger andauern, kann dies recht happig werden für uns», sagt der Geschäftsführer. Momentan sei die Schützi aber gut gesichert für die nächsten Monate, da sie vor dem Notstand Reserven anlegen konnte. «Wir hoffen, dass dies schnell vorbei sein wird. Wir werden aber auch sicherlich kämpfen müssen», sagt Knapp. Solidarität und schnelle Lösungen hat die Schützi fürs Erste.