Die Sekundarschule Olten ist um ein Schuljahr reicher und einige Gesichter ärmer: Neben 117 Schülerinnen und Schülern verliessen mit Barbara Schneider, Werner Ohnemus, Cesidio Celidonio und Jean-Pierre von Arx auch vier Lehrkräfte das Frohheim.

Dienstälteste unter den drei Pensionierten ist Barbara Schneider. Nach dem Seminar verdiente sie ihre ersten Sporen als Lehrerin in Kriegstetten und an der Hilfsschule Aarburg bis 1983 ab. Den Wiedereinstieg nach der Familienpause schaffte sie bereits 1990 an der Oberschule in Olten. Schulleiter Hansueli Tschumi lobte am Schlussessen ihre «integrierende Rolle» im Säli-Team, wo sie später Klassenverantwortung übernahm. Nach der Sek-I-Reform war sie in derselben Funktion an der Sek B im Frohheim tätig.

Werner Ohnemus absolvierte seine Ausbildung zum Sozialpädagogen in Freiburg im Breisgau. Dort arbeitete er auch im Waisenhaus, ehe er nach Basel ins Aufnahmeheim für männliche Jugendliche wechselte. Ausgerüstet mit einem Diplom als Erziehungswissenschafter, trat er 2001 eine Stelle als Werkklassenlehrer in Olten an. Berufsbegleitend liess er sich danach noch zum Schulischen Heilpädagogen ausbilden, eine Rolle, die er in den letzten Jahren im Frohheim einnahm.

Oltner Lehrer wechselt nach Laufen

Cesidio Celidonio entwickelte als Botschafter der italienischen Sprache und Kultur eine sehr vielseitige Lehrtätigkeit. In den Abruzzen geboren und in Rom aufgewachsen, brachte er auch eine Prise «Italianità» an die Oberstufe seines Wohnorts Olten, indem er ab 2008 das Wahlfach Italienisch unterrichtete. Attraktiver Bestandteil des Freikurses waren immer auch Exkursionen ins Tessin und nach Norditalien.

Nach 17 Jahren sagt Jean-Pierre von Arx als ausgebildeter Bezirkslehrer dem Frohheim Adieu. «Im Härz e Outner» sangen ihm seine Kolleginnen und Kollegen zum Aufbruch ins Laufental. Der 43-Jährige sucht an der Sekundarschule P des Gymnasiums Laufen eine neue Herausforderung.

Die austretenden Schülerinnen und Schüler begingen das Ende ihrer obligatorischen Schulzeit mit der Zertifizierungsfeier in der Schützi. Eingebettet in den offiziellen Teil mit der Übergabe der Zeugnisse und Abschlusszertifikate an die Klassen von Sina Burkhalter, Corinne Heim, Huguette Meyer, Michael Brunner, Priska Flückiger, Walter Vonarburg und Beatrice Meister waren Vorträge von Schülerbands sowie die Oscar-Verleihung für die besten Projektarbeiten und Zeugnisse sowie die wenigsten Absenzen. Nach dem Apéro draussen folgte in der ehemaligen Turnhalle die zweite Auflage eines Abschlussballs.

Die meisten Abgänger haben einen Anschluss

Von den 117 Jugendlichen, die das Frohheim verlassen haben, visieren 74 eine Lehre an, davon 4 mit Berufsmatur. 5 Austretende wechseln an das Gymnasium, 9 besuchen die FMS. 13 Schülerinnen und Schüler machen das Berufsvorbereitungsjahr am BBZ Olten. 8 Schülerinnen und Schüler nehmen ein Praktikum, ein Zwischenjahr oder eine andere Schule in Angriff, 2 steigen ins Integrationsjahr ein. 6 Abgänger waren zum Zeitpunkt des Austritts noch auf der Suche nach einer Anschlusslösung.

Jürg Salvisberg