Kommentar
Schule ist mehr als Beton

Balz Bruder
Balz Bruder
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Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz Brugg-Windisch.

Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz Brugg-Windisch.

SEVERIN BIGLER

Die vierkantonale Fachhochschule Nordwestschweiz ist ein grosser Dampfer geworden. Das illustriert allein schon die Tatsache, dass die vier Trägerkantone in den nächsten vier Jahren zusammen eine Milliarde Franken in das Gemeinschaftswerk investieren sollen.Noch einmal den gleichen Betrag muss die FHNW selber beibringen, damit die Rechnung am Ende aufgeht. Ein anspruchsvolles Unterfangen.

Es ist unübersehbar: In den vergangenen Jahren hat die Schule, die erste Adresse für Studierende aus ihrem Einzugsgebiet sein will, massiv in die Infrastruktur investiert. Das ist richtig so. Es trifft aber auch zu, dass es immer nur vom Feinsten sein durfte.

Bescheidenheit ist die Sache der Schule nicht unbedingt. Wenn sie dem auch in ihrem Kerngeschäft nachlebt, ist dagegen nichts einzuwenden. Es dürfte sich für die Politiker in den vier Kantonen deshalb lohnen, die sogenannte Portfolio-Erneuerung genau zu verfolgen. Es gibt heute 29 Bachelor- und 18 Masterstudiengänge. Und es könnten noch mehr werden. Es sollten aber vor allem die richtigen sein.

Damit der Beton nicht leblose Hülle wird, sondern Ferment von Innovation für Wirtschaft und Gesellschaft bleibt.

balz.bruder@chmedia.ch