Fulenbach

Schmiedengasse in Pionierrolle

Die Schmiedengasse «kommt dran»: Totalsanierung und und Verkehrsberuhigung stehen an.

Die Schmiedengasse «kommt dran»: Totalsanierung und und Verkehrsberuhigung stehen an.

Der Souverän heisst für 640 000 Franken die Umgestaltung und Sanierung des wichtigen Schulzubringers gut; jetzt hält Tempo 30 Einzug.

Es ging an der Budgetgemeindeversammlung in Fulenbachs Gemeindesaal am Donnerstagabend wie durch Butter: keine Wortmeldung der 40 anwesenden Stimmberechtigten, unbestrittene Traktanden mit Budget, Reglementsänderungen und Kreditbegehren, darunter eines die Sanierung und Umgestaltung Schmiedengasse betreffend, dem Hauptzubringer fürs Schulhaus Salzmatt.

Dieser ist viel befahren, zu viel befahren und vor allen Dingen zu schnell befahren. Wider Erwarten musste das offizielle Fulenbach zur Kenntnis nehmen, dass die Bewohner aus den neu entstandenen Quartieren nicht die Breitenstrasse als Sammelstrasse für den Anschluss Haupt- und Murgenthalerstrasse nutzen, sondern eben – die Schmiedengasse. Dies trotz Beschilderung «nur Zubringerdienst». Gewohnheitsrechte eben, trotz der vielen Schulkinder, die den Weg zum Schulhaus nutzen.

Pionier Schmiedengasse

Das Projekt, 640 000 Franken schwer, macht die Schmiedengasse zum Pionier auf Fulenbachs Gemeindegebiet. Sie wird als erste Strasse im Dorf mit einer Tempo 30-Limite belegt und mit weiteren bautechnischen wie optisch Vorkehrungen entschleunigt. Damit soll die Gasse jenen Charakter erhalten, den sie auch verdient, so der zuständige Gemeinderat Thomas Blum. Neben den verkehrberuhigenden Massnahmen werden im Strassenuntergrund neue Wasserleitungen, die Abwassersysteme und die elektrische Versorgung aktualisiert.

Ja zum Musikschulverein

Ebenfalls keinerlei Opposition erwuchs dem Ansinnen, die Musikschule Wolfwil-Fulenbach neu zu organisieren. Diese wird künftig als Vereinskörperschaft funktionieren, «ein gängiges und erfolgreiches Modell, wie dies bereits bei der Spitex Wolfwil-Fulenbach-Kestenholz praktiziert wird», so Gemeinderätin Gisela Barrer.

Künftig wird der Verein, im Vorstand bestückt mit den Ressortchefs beider Gemeinden und je einem Vertreter der drei örtlichen Musikgesellschaften, durch Mitglieder- und Elternbeiträge, solchen der beiden Einwohnergemeinden, dem Kanton sowie aus Spenden und Zuwendungen Dritter finanziert.

Neu werden ab 1. Januar 2017 die Musikschullehrkräfte nach einem eigenständigen Lohnsystem und nach neu definierten personalrechtlichen Rahmenbedingungen angestellt. Damit erhofft man sich eine wenigere rasante Lohnentwicklung. Den Musiklehrkräften, die vor dem 1. Januar 2017 eingestellt wurden, wird der Besitzstand garantiert.

Zinsen selber festlegen

Damit der Gemeinderat künftig die Zinssätze für Voraussteuerzahlungen ansetzen kann, wurde auch eine Änderung des Steuer- und Gebührenreglements notwendig. Bislang hatte sich der Rat an der Praxis des Kantons orientiert; so waren 3 Prozent fällig. Nun will der Rat diesbezüglich in Eigenregie handeln. Die bisherige Praxis hatte jährlich rund 20 000 Franken gekostet.

Unverändert dagegen bleiben sämtliche Gebühren: Verbrauchs- und Grundgebühren Wasser und Abwasser, Abfallbeseitigung, Feuerwehrersatzabgabe, Hundesteuer, Pachtzins, Steuerfuss von natürlichen und juristischen Personen. Man nimmt den kleinen Aufwandüberschuss von rund 46 000 Franken relativ locker zu Kenntnis.

Der erste Budgetentwurf hatte noch ein Defizit von 350 000 Franken beinhaltet, wie Gemeindeleiter Jörg Nützi in seiner Botschaft verriet. Sonderefforts und Nachsicht aber hätten schliesslich doch zum zufriedenstellenden Budgetentwurf geführt.

Fulenbach: Budgetvergleich

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