Olten
Schliessung Hübeli: Zwei Stadträte sind dagegen, die Lehrer dafür

Der Entscheid für die Schliessung des Hübeli-Schulhauses ist im Stadtrat offenbar mit 3 zu 2 Stimmen denkbar knapp ausgefallen.

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Bruno Kissling

Als Gegenargumente angeführt werden, dass auch in der Innenstadt Schulraum wichtig wäre, etwa für Kinder aus dem Hagmattquartier, die zum neuen Schulhaus im Kleinholz einen viel längeren Schulweg hätten. Dies könnte Elterntaxis provozieren oder die Stadt gar zwingen, einen Schulbus einzurichten. Zudem ergebe es keinen Sinn, vorhandenen Schulraum zu vernichten, wenn schon jetzt ein Mangel desselben bestehe.

Die Lehrerschaft und die Schulleitung tragen hingegen die Schliessung mit – trotz den emotionalen Komponenten, welche diese mit sich bringe, erklärt Gesamtschulleiter Ueli Kleiner auf Anfrage. «Die Lehrpersonen haben zusammen mit der Schulleitung bereits vor vier Jahren ein Schulraumkonzept für ein neues Schulhaus im Kleinholz erarbeitet, als das Thema aktuell wurde.» Dieses müsste nun nur noch überarbeitet werden.

In diesem Konzept geht es beispielsweise um die Anordnung der Klassen- und Gruppenräume, um Arbeitsräume für Kinder und Lehrpersonen oder um die Gestaltung des Aussenbereichs. Ging damit wertvolle Zeit verloren? Kleiner sagt nur, dass die Stadt vor vier Jahren planerisch ähnlich weit gewesen wäre und aus seiner Sicht einzig die schlechte Finanzlage der Stadt den definitiven Entscheid zum Neubau verhinderte. Hübeli-Schulleiterin Patricia Stutzmann war trotz mehrmaliger Anfrage für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (fmu)

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