Doppelmord
Schiesserei von Oensingen: Tatverdächtiger sitzt jetzt im vorzeitigen Strafvollzug

Bei einer Schiesserei auf einem Oensinger Bauernhof starben im Juli 2012 zwei Menschen. Einer der beiden Tatverdächtigen befindet sich immer noch auf freiem Fuss, sein ebenfalls verdächtigter Sohn sitzt im vorzeitigen Strafvollzug.

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Schiesserei in Oensingen

Schiesserei in Oensingen

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Noch in der Tatnacht hatten sich die beiden Tatverdächtigen, Vater und Sohn, der Polizei gestellt. Während der Sohn in Untersuchungshaft blieb, kam der Vater nach knapp acht Wochen schon wieder auf freien Fuss. Laut Haftgericht war zwar von einem «dringendem Tatverdacht» auszugehen, nicht aber von Wiederholungs-, Flucht- und Verdunkelungsgefahr.

Der Sohn ist nach wie vor in Haft. «Er befindet sich aber nicht mehr in Untersuchungshaft, sondern im vorzeitigen Strafvollzug», teilt Sabine Husi, Stellvertretende Oberstaatsanwältin auf Anfrage mit.

Gegen beide Männer läuft eine Strafuntersuchung wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung und versuchter vorsätzlicher Tötung. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Familienfehde war Auslöser

Zur Schiesserei kam es am 6. Juli 2012 auf dem «Bobst-Hof» in Oensingen. Gegen 22.45 Uhr gaben die beiden Tatverdächtigen mit einer illegal erworbenen Pistole und einem Sturmgewehr mehrere Schüsse auf eine Gruppe von Personen ab. Ein 51-jähriger Mann und sein 26-jähriger Sohn starben, ein Bekannter der Opfer wurde verletzt. Die Familie hatte als Untermieter auf dem Bauernhof gelebt.

Schiesserei in Oensingen fordert zwei Todesopfer
9 Bilder
Auf diesem Platz wurde geschossen
Der Tatort am Morgen danach
Eine Person wurde mit Schussverletzungen ins Spital gebracht
Das Gebiet wurde während der Nacht grossräumig abgesperrt
Das Gebiet wurde während der Nacht grossräumig abgesperrt
Die Spurensicherung nahm sogleich ihre Arbeit auf
Die Spurensicherung nahm sogleich ihre Arbeit auf
Helles Flutlicht beleuchtete den Tatort

Schiesserei in Oensingen fordert zwei Todesopfer

Hanspeter Bärtschi

Auslöser der Schiesserei war eine Fehde zwischen den beiden ursprünglich aus dem Kosovo stammenden Familien. Der getötete 26-Jährige war mit der Schwester bzw. der Tochter der Tatverdächtigen verheiratet. (ldu)