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SBB verkürzt Zugsabstände zwischen Olten und Aarau

Im obersten Stock des Basler Stellwerks befindet sich der Kommandoraum: Hier wird der Bahnverkehr gesteuert.

Zwei neue Stellwerke in Däniken und in der Wöschnau sind nötig, damit sich die Züge zwischen Olten und Aarau in kürzeren Abständen folgen können.

Im obersten Stock des Basler Stellwerks befindet sich der Kommandoraum: Hier wird der Bahnverkehr gesteuert.

Die SBB starten in diesen Tagen die Hauptarbeiten für kürzere Signalabstände zwischen Olten und Aarau. Sie versetze und erstelle bis Ende 2014 bestehende zusätzliche Signale und baue zwei neue Stellwerke in Däniken und in der Wöschnau.

Die kürzeren Signalabstände ermöglichten, dass sich Züge trotz baustellenbedingter Temporeduktionen «in den bewährt kurzen Abständen folgen können». Dies erlaube insbesondere, den späteren Vierspurausbau Olten–Aarau «ohne einschneidende Auswirkungen auf den Fahrplan vorzunehmen».

«Die Züge zwischen Olten und Aarau sollen sich auch bei Bauarbeiten im Abstand von zwei Minuten folgen können», setzen sich die SBB zum Ziel. Dafür versetze und erstelle das Unternehmen bis Ende 2014 bestehende und zusätzliche Signale und baue zwei neue Stellwerke in Däniken und in der Wöschnau. Die Vorarbeiten hätten Mitte März begonnen, die Hauptarbeiten würden in diesen Tagen starten. In einem ersten Schritt erstellten die SBB auf der Strecke Däniken–Wöschnau Mastfundamente, passe die Kabelanlage an und baue das neue Technikgebäude für das Stellwerk in der Wöschnau.

Die Zugfolgezeit auf der Strecke betrage heute zwei Minuten – dies aber nur, wenn Fahrplan und Geschwindigkeiten präzise eingehalten würden. «Ziel des Projekts ist es denn auch, dass die Züge die zwei Minuten künftig trotz baustellenbedingter Temporeduktionen einhalten können, insbesondere während der Arbeiten für den späteren Vierspurausbau Olten–Aarau (Eppenbergtunnel)», ist weiter zu vernehmen. Dazu müsse die SBB eine sogenannte «Blockverdichtung» vornehmen, respektive die Abstände zwischen den Signalen («Blöcken») verkürzen.

Zusätzliche Aussensignale

«Der Grund ist: Ein Zug kann einen Streckenabschnitt zwischen zwei Signalen erst befahren, wenn sein Vorgänger diesen verlassen hat. Deshalb sieht das Projekt zusätzliche Aussensignale sowie das Verschieben bestehender Signale vor», heisst es weiter. Zurzeit verfüge die Strecke über 54 Signale. Nach Abschluss des Projekts würden es 86 sein. Um die zusätzlichen Signale stellen zu können, seien zudem Anpassungen in den bestehenden Stellwerken in Olten und Aarau notwendig.

Dank den kürzeren Zugfolgezeiten würden die späteren, umfangreichen Arbeiten für den Vierspurausbau Olten–Aarau (Eppenbergtunnel) «ohne einschneidende Auswirkungen auf den Fahrplan» möglich sein. Dieses 800 Mio. Franken teure Projekt soll von 2015 bis Ende 2020 realisiert werden. Es umfasse als zentrales Element den neuen, über drei Kilometer langen Eppenbergtunnel sowie umfangreiche Massnahmen zu dessen Anbindung zwischen Olten und Aarau. – Der Vierspurausbau sei Teil des Bahnausbauprogramms «Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur» (ZEB). In dessen Rahmen würden im Umfang von 5,4 Mrd. Franken schweizweit bis zirka 2025 mehr als 100 Infrastruktur-Projekte realisiert. Ziel der ZEB seien «mehr Verbindungen und Sitzplätze bei gewohnt hoher Pünktlichkeit», heisst es abschliessend. (otr)

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