Dieses Wochenende steht Olten ganz im Zeichen der SBB:

Während heute Sonntag das altgediente Fernsteuer-Stellwerk Tannwald unterhalb der Kantonsschule nach 35 Jahren um Punkt 12 Uhr seinen Betrieb einstellen und die Leitung an die neue SBB-Betriebszentrale Mitte nördlich des Bahnhofs an der Gösgerstrasse übergeben wird, weihte SBB Cargo mit einem Tag der offenen Tür für die Mitarbeiter und deren Angehörige und Familien bereits gestern Samstag offiziell den neuen Hauptsitz in der Dreitannenstadt ein.

Nach einer Planungs- und Bauzeit von knapp zwei Jahren konnten mit dem neuen Hauptsitz gleich vier Standorte zusammengeführt und an bester Lage zwei Fussminuten südlich vom Bahnhof Arbeitsplätze für insgesamt 900 Mitarbeitende der SBB in Olten geschaffen werden.

Letzter Diensttag für das alte Stellwerk in Olten

Letzter Diensttag für das alte Stellwerk in Olten

Seit Mitte Januar haben in mehreren Tranchen bis Anfang März 900 Mitarbeitende der SBB Cargo im von den SBB vorderhand für 10 Jahre von der Oltner Aare Liegenschaften AG gemieteten Gebäude Einsitz genommen.

Von hier aus plant und überwacht SBB Cargo schweizweit all ihre Güterzüge, leitet den Einsatz und Unterhalt der gesamten Fahrzeugflotte und koordiniert den Vertrieb. Mit 23 Prozent der Transportleistung im Schweizer Güterverkehr ist SBB Cargo damit absolute Marktführerin in der Schweiz.

Untergebracht sind im SBB-Aarepark, dessen Namen die SBB-Mitarbeitenden selbst auswählen konnten, neu auch Abteilungen von SBB-Infrastruktur. Diese waren bisher teilweise bereits in Olten, aber auch in Luzern ansässig.

Im markanten Gebäude, das auf mehreren Stockwerken 26 Sitzungszimmer, 40 Kommunikationsinseln, 12 Pausenzonen, ein Personalrestaurant etc. und viel Raum bietet, haben die SBB wie in allen neuen Bürogebäuden das sogenannte «Desksharing» eingeführt.

Weil immer mehr Mitarbeitende in Sitzungen oder auswärts an Besprechungen seien, in den Ferien weilten, frei hätten oder auch krankheitshalber fehlten, seien ohnehin nur sehr selten alle Mitarbeitenden in den Büros.

Aus diesem Grunde verfügten nun die meisten Mitarbeitenden – und zwar von der obersten Geschäftsleitung an – über keinen fixen Arbeitsplatz mehr, sondern teilten sich die freien Plätze mit den Kollegen. So arbeiten hier nun 900 Personen an 750 möglichen Arbeitsplätzen im sogenannten «Desksharing».

Stattdessen bestehen unterschiedliche Zonen für unterschiedliche Tätigkeiten wie offene Büros, Rückzugs- und Projekträume, aber auch Konferenz- und Pausenzonen mit jeweils entsprechender Infrastruktur.

Die Mitarbeiter, die – insbesondere bei SBB Cargo mehrheitlich vom bisherigen Hauptsitz am Elsässertor in Basel – nach Olten umzogen, wurden von den SBB bereits seit zwei Jahren auf den Umzug vorbereitet und nun auch noch ein halbes Jahr nachbetreut.

Vereinte Freude über das tolle Bauwerk und die Lage zeigten anlässlich der Einweihungsfeier SBB-Cargo-Chef Nicolas Perrin, SBB-Immobilien-Leiter Jürg Stöckli, Regierungsrat Roland Fürst wie auch Stadtpräsident Martin Wey.

Perrin strahlte, nach der rollenden Autobahn und SBB Cargo International mit SBB Cargo nunmehr bereits die dritte Firma der SBB in Olten ansiedeln zu können. Und wie Regierungsrat Roland Fürst strotzte auch Stadtpräsident Martin Wey vor Freude über den erneuten SBB-Zuzug:

«Die Stadt Olten kann nicht ohne die SBB, diese aber auch nicht ohne Olten leben.» Am Freudentag für Olten zeigte sich Wey über die Liebeserklärung von Perrin und Stöckli für Olten äusserst erfreut: «Olten nimmt die Liebeserklärung an – an diesem Wochenende wird geheiratet!»