Olten
Sälipark - ein neues Lebensgefühl

Die Absicht ist neu — zumindest für die Region Olten. Das Einkaufszentrum Sälipark soll unter der Prämisse Sälipark 2020 auch zum Lebensmittelpunkt werden. Ein neues Lebensgefühl entsteht.

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Sälipark 2020
7 Bilder
Der neue Sälipark mit Begegnungsplatz.
Das neue Gebäude zwischen Fachhochschule und altem Sälipark.
Die neu überdachte Giroud-Olma-Strasse zwischen dem alten Sälipark- und dem neuen Sälipark-Gebäude.
Thomas W. Jung, Inhaber der Giroud Olma, investiert 100 Millionen Franken in die Erneuerung des Säliparks.
Jung präsentiert den neuen Sälipark im Oltner Stadthaus.
Enge Zusammenarbeit fürs Projekt Sälipark 2020 (v.l.): Oltens Stadtpräsident Martin Wey, Investor Thomas W. Jung und Heinz Rüedi, Leiter Expansion bei der Migros Aare

Sälipark 2020

zvg

Das Familienunternehmen Giroud Olma will den Ort nämlich für satte 100 Millionen aufwerten und im Zuge dessen auch 75 Mietwohnungen bauen. Zielpublikum: alle Generationen. Wohnen, einkaufen, geniessen – alles im Umkreis von 50 Metern. Der Sälipark stösst Türen auf, auch wenn Begriffe wie «innovative Einkaufsmöglichkeiten» oder «spannende Gastronomieangebote» erst noch mit Inhalt gefüllt werden müssen.

Aber: Die Idee ist zumindest so reizvoll, wie der von den Investoren vorgesehene Terminplan sportlich ist. Bereits im Sommer 2020 soll das Projekt umgesetzt sein. Inwieweit das Vorhaben auf Akzeptanz stösst, werden öffentliche Mitwirkung und mögliche Einsprachen zeigen. Fachleute haben eine moderat erhöhte Kundenfrequenz und – logischerweise – auch einen gewissen Mehrverkehr errechnet, die Zahl der Parkplätze für Autos steigt minim, jene für Zweiräder beachtlich und das Busangebot soll markant verdichtet werden. Alles in allem: erträglich. Ähnelt fast der Quadratur des Kreises.

Darüber hinaus steigt das Angebot: Rund 40 statt der bisher 28 Anbieter werden sich um ihre Kundschaft bemühen. Man wolle für Angebote offen sein, die bislang in der Stadt fehlten, haben die Investoren zu verstehen gegeben. Für die Anbieter jenseits der Aare und des «Säliparks 2020» könnten sich damit Abgründe auftun. Die Sogwirkung des innovativen Projekts könnte kleine Läden so nach und nach leer fegen und die Innenstadt weiter verarmen lassen. Schon lassen sich Rufe nach Gegensteuer vernehmen. Ein Ankermieter soll her an der Kirchgasse. Ob der kommt? Eines ist gewiss: Der Sälipark hat seinen Ankermieter in der Migros gefunden; nur wenige Schritte trennen Mieter von Laden, Büro oder Flaniermeile; Sälipark, ein neues Lebensgefühl.