Durststrecke
Rickenbach: Steuererhöhung könnten nach und nach spruchreif werden

Der Souverän heisst die leicht defizitäre Rechnung 2021 einstimmig gut. Dennoch beklagt die Gemeinde Rickenbach schwindendes Steuersubstrat.

Urs Huber
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Rickenbach hofft auf Bevölkerungswachstum und gut situierte Steuerzahlende.

Rickenbach hofft auf Bevölkerungswachstum und gut situierte Steuerzahlende.

Urs Huber

Mit einem Aufwandüberschuss von 26'345 Franken schliesst Rickenbachs Erfolgsrechnung 2021. Bei Ausgaben von 6,354 Mio. Franken und Einnahmen von 6,328 Mio. Franken eigentlich so etwas wie eine rote Null.

Die 21 anwesenden Stimmberechtigten hiessen dieses Geschäft an der Gemeindeversammlung vom Montag ebenso einstimmig gut wie die Jahresrechnung der Sozialregion Untergäu, jene der Regionalfeuerwehr Untergäu, der öffentlich-rechtlichen Anstalt Kreisschule Untergäu und die Statutenänderung des Zweckverbandes Abwasserregion Olten.

Nervös macht der Aufwandüberschuss nicht. Schliesslich konnte die Gemeinde ihr Eigenkapital auf 3,2 Mio. Franken halten, wogegen das Pro-Kopf-Vermögen aufgrund der wachsenden Bevölkerung um 253 Franken abnahm, aber noch immer gut 2650 Franken beträgt, wie Gemeinderat Lorenz von Felten, Ressortchef Finanzen, erklärte.

Eher beunruhigend der Umstand, dass die rote Null auf buchhalterische Vermögensanpassungen fusst. Ohne diese wäre der Aufwandüberschuss auf gut 140'000 Franken angewachsen. Mindereinnahmen im Steuersubstrat (-343 000 Franken) im Vergleich zur Vorjahresrechnung, auch bedingt durch das Wegbrechen potenter Steuerzahler, graben doch Sorgenfalten in die Stirn der Verantwortlichen. So hofft man unter anderem auf den Zuzug gut situierter steuerzahlender Parteien.

Andernfalls könnten mittelfristig Steuererhöhungen zur Option werden, wie Gemeindepräsident Fabian Aebi andeutete.