Als das Projekt RestEssBar vor gut einem Jahr mit anfangs acht Helfenden und drei Läden gestartet wurde, war noch offen, wie dieses in Olten ankommt. So mussten auch Rezepte für älteres Brot gesucht werden, damit alles Brot verwendet werden konnte. Doch sehr schnell ist in Olten ein Netzwerk von über 100 Personen entstanden. Bereits wissen über ein Dutzend Geschäfte, dass sie Lebensmittel, die sie nicht mehr verkaufen können, an die RestEssBar abgeben können. Fünf Geschäfte und viele der Marktstandbetreibenden nutzen diese Möglichkeit täglich respektive an den Markttagen.

Die weiteren Geschäfte melden sich telefonisch bei der RestEssBar. Mittlerweile sind die Lebensmittel meist sehr schnell verteilt. Auch dank der RestEssBar in Olten wurden innerhalb eines Jahres in Oensingen, Solothurn, Langenthal, Zofingen und Aarau ähnliche Projekte gestartet. Gemeinsam mit den Projekten in Luzern, Bern, Basel und Zürich, welche bereits vorher existierten, können so auch grössere Lieferungen, wie sie in Olten etwa einmal im Monat von einem Verteiler in der Region kommen, sehr schnell weitergegeben werden.

«Ein grosses Dankeschön geht an die 30 Helfenden, ohne deren ehrenamtliches Engagement ein Projekt wie das der RestEssBar nicht durchführbar wäre,» sagt Raphael Schär vom RestEssBar Team. Diese haben nicht nur über acht Tonnen Lebensmittel vor dem Abfalleimer gerettet, sondern organisieren gemeinsam mit «Olten im Wandel» immer am letzten Sonntag im Monat ein «Essen für Alle», haben am Welternährungstag auf der Kirchgasse Kürbissuppe gekocht und auch den Apéro ganz aus Lebensmitteln aus der RestEssBar hervorgezaubert.