Olten
Remo Ankli: «Das stimmt mich sehr optimistisch» – Berufsinfomesse findet trotz Corona statt

Die 10. Berufsinfomesse in Olten ist am Montagabend unter speziellen Vorzeichen eröffnet worden. Es werden mehrere Tausend Schülerinnen und Schüler erwartet. Der Solothurner Bildungsdirektor Remo Ankli verbreitet trotz Corona Zuversicht.

Fabian Muster
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Berufsinfomesse-Geschäftsführer Urs Blaser bei seiner Begrüssung im Aussenzelt.
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Die beiden Bildungsminister der Kantone Solothurn und Aargau (von links): Remo Ankli und Alex Hürzeler.
Beim Einmarsch in die Stadthalle (von links): SVP-Kantonsrat Christian Werner, Bouygues-Geschäftsführer Daniel Dähler, Grüne-Nationalrat Felix Wettstein und Regierungsrat Remo Ankli.
Die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und der vertretenen Firmen.
10. Berufsinfomesse in Olten
Remo Ankli: «Dies stimmt mich sehr optimistisch für die Zukunft und zeigt die Ausbildungsbereitschaft unserer Wirtschaft.»
Der Aargauer Bildungsdirektor Alex Hürzeler hielt ebenfalls eine Rede.
Berufsinfomesse unter speziellen Vorzeichen: In diesem Jahr konzentrieren sich die Organisatoren auf die Schulklassen.
Der Gastgeber: der Oltner Stadtpräsident Martin Wey.
Zu den geladenen Gästen gehörten auch zwei Angehörige der Schweizer Garde.
SVP-Kantonsrat Christian Werner (Mitte) versucht sich an einem Stand.
Die geladenen Gäste während des Apéros. Der Mundschutz war dann nicht mehr Pflicht.
Ein Rundgang durch das Messegelände in der Stadthalle.
Ein Rundgang durch das Messegelände in der Stadthalle.
Ein Rundgang durch das Messegelände in der Stadthalle.

Berufsinfomesse-Geschäftsführer Urs Blaser bei seiner Begrüssung im Aussenzelt.

Bruno Kissling

Lange war nicht klar, ob die 10. Berufsinfomesse AareLand überhaupt stattfinden kann. Erst vor einer Woche gab Urs Blaser auf Anfrage bekannt, dass die Veranstaltung mit 72 Messeständen für über 150 Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der Oltner Stadthalle durchgeführt wird. Das Schutzkonzept sei noch von den kantonalen Stellen geprüft worden und «sehr streng», sagt der Inhaber einer Beratungsfirma, welche die Berufsinfomesse zusammen mit vielen Partnern organisiert.

So gibt es auf dem ganzen Areal eine Maskenpflicht und die Stadthalle ist in sechs Zonen aufteilt, in denen nicht mehr als 100 Personen erlaubt sind. Auch das Security-Team ist aufgestockt und erstmals eine Hygienefirma engagiert worden. Das führe klar zu Mehrkosten, sagt Blaser. Doch trotz Corona und den erwähnten Einschränkungen sei die Nachfrage «sehr gross»: «Das Bedürfnis nach dieser Messe vonseiten der Schule, aber auch von der Wirtschaft ist da», sagt Blaser. Alle zur Verfügung gestellten Zeitfenster seien ausgebucht. In diesem Jahr sind die Organisatoren mehrheitlich auf Schulklassen ausgerichtet. Es werden in den drei Tagen mehrere Tausend Jugendliche erwartet. Eltern sowie weitere Privatpersonen haben nur beschränkten Zutritt. Zudem sind wegen Corona alle Veranstaltungen neben der Messe abgesagt.

Bei der Eröffnung am Montagabend dankte Regierungsrat Remo Ankli den Organisatoren «für den Mut, in diesen virulenten und turbulenten Zeiten schweizweit die erste grössere Berufsmesse» nach dem Lockdown durchführen. Als «sehr erfreulich» vermerkte der Solothurner Bildungsdirektor zudem in seiner Rede, dass trotz Corona sogar mehr Lehrverträge abgeschlossen wurden, als bis zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr – und weitere können noch bis zu den Herbstferien folgen. «Dies stimmt mich sehr optimistisch für die Zukunft und zeigt die Ausbildungsbereitschaft unserer Wirtschaft.»

Eine Umfrage bei den anwesenden Wirtschaftsvertretern bestätigt dies. Daniel Dähler sagt, dass fünf Lernende neu angefangen haben. Der Bouygues-Geschäftsführer des Oltner Standorts hätte sogar noch zwei bis drei Schulabgänger mehr eingestellt – wenn er sie denn gefunden hätte. Das gleiche Bild zeigt sich bei Blumen Fleischli aus Wangen bei Olten: Normalerweise wird eine Lernende pro Jahr eingestellt. In diesem Jahr sind es gleich deren zwei. «Wir sind während der Coronazeit mit einem blauen Auge davongekommen und denken positiv», sagt Gründer und Geschäftsinhaber Peter Fleischli.