Wangen
Rechnungsabschluss mit epochalem Überschuss

Unter den 51 anwesenden Stimmberechtigten war man sich nicht ganz einig, ob die Rechnungsgemeindeversammlung in 27 oder 28 Minuten abgehandelt worden sei. Nun denn: Einig war man sich allerdings in der Ansicht, der Gewinn aus dem Jahr 2015, nämlich 2,385 Mio., sei ganz schön flott.

Urs Huber
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Die Bürgergemeinde Wangen. (Archiv)

Die Bürgergemeinde Wangen. (Archiv)

Bruno Kissling

Man blieb stumm, segnete zwei (Ergänzung Gebührenreglement und Jahresrechnung 2015) von ursprünglich drei Traktanden (die einst auf der Geschäftsliste figurierende «Erweiterung Schulhaus Alp» war aufgrund neuer, nämlich geringerer Schülerzahlen gestrichen worden) einstimmig ab und hatte auch unter «Verschiedenem» keine Begehrlichkeiten, Bemerkungen oder Fragen anzubringen. Alles Minne also.

Mehr Steuererträge

Der satte Wangner Ertragsüberschuss stammt in erster Linie aus Steuereingängen, welche gegenüber dem Budget 2015 um 1,4 Mio. Franken höher ausfielen beziehungsweise der Auflösung von Delkredererückstellungen: insgesamt 1,72 Mio. Franken. Der Ertragsüberschuss wird gemäss Antrag des Gemeinderats dem Eigenkapital zugewiesen. Die Verschuldung pro Kopf konnte innert Jahresfrist quasi halbiert werden.

Allerdings: Auch bei einem epochalen Gewinn aus dem Jahr 2015 will man in Wangen die Bäume nicht in den Himmel wachsen sehen. Die leisen Warnungen von Gemeindepräsident Beat Frey, wonach das Investitionsprogramm der Jahre 2017 bis 2021 ein Volumen von über 13 Mio. Franken vorsehe, dämpfte womöglich heimlich gehegte Erwartungen auf Steuersenkungen. Erst mal aber werden Kanalisation, Strassen und Schulen auf Vordermann gebracht, alles ganz im Sinne des Werterhalts. «Den haben wir in den letzten Jahren eher zurückhaltend behandelt», so Frey.

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