Kappel
Räumliches Leitibild genehmigt – Start zum nächst Akt Ortsplanungsrevision erfolgt

Die Gemeindeversammlung Kappel genehmigte das räumliche Leitbild einstimmig. Ebenso die Rechnung 2016, die aber nur auf den ersten Blick erfreulich scheint.

Gabriela Strähl
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Blick auf die Gemeinde Kappel, welche eine nach Genehmigung des räumlichen Leitbilds eine neue Ortsplanung in Angriff nimmt.

Blick auf die Gemeinde Kappel, welche eine nach Genehmigung des räumlichen Leitbilds eine neue Ortsplanung in Angriff nimmt.

Bruno Kissling

Trotz der vielen traktandierten Geschäfte verlief die Gemeindeversammlung in Kappel zügig. Sämtliche Anträge nahmen die 41 anwesenden Stimmberechtigten ohne Gegenstimmen an. Das galt auch für die 28 Leitsätze und den Leitbildplan, welche die Grundlagen für die anstehende Ortsplanungsrevision bilden. Darin festgehalten sind unter anderem die Ziele, den historisch gewachsenen Dorfkern zu stärken, verdichtet zu bauen, das Gewerbe zu unterstützen, Langsam- und öffentlichen Verkehr zu fördern sowie weiterhin auf regionale Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden zu setzen. Ohne weitere Fragen nahm der Souverän das räumliche Leitbild an.

Diskussion bei Verpflichtungskrediten

Ebenfalls einstimmig, aber nicht ohne kurze Diskussion, wurde der Verpflichtungskredit zur Sanierung der Altlasten bei der Schiessanlage angenommen. Die Kosten überstiegen den budgetierten Wert um rund 120 000 Franken. Grund dafür war, dass deutlich mehr Material entsorgt werden musste, als das Ingenieurbüro eingeschätzt hatte. So kamen auf die Gemeinden Kappel und Rickenbach, welche sich ebenfalls an den Kosten zu beteiligen hat, deutlich höhere Ausgaben zu. Sowohl der Kanton wie auch das Ingenieurbüro beteiligten sich an den Mehrkosten. Übrig blieben für Kappel die oben erwähnten 120 000 Franken.

Einwohner Hanspeter Schmid zeigte sich überrascht von den Mehrkosten und bat den Gemeinderat, zukünftig besser abzuschätzen, wie viel ein Geschäft kosten werde. Gemeindepräsident Rainer Schmidlin verteidigte den Gemeinderat und sagte, dass die Mehrkosten nicht hätten vorausgesehen werden können und so viel eingespart wurde wie möglich.

Ein weiterer Einwohner (Matthias Studer) reagierte dagegen beschwichtigend und machte auf den Umstand aufmerksam, dass die Gemeinde von den im Rahmen der Landumlegung Region Olten sanierten Landwege profitieren könne und so insgesamt ein guter Deal entstanden sei. Deutlich leichter fiel es der Gemeindeversammlung, die Kreditabrechnung des neu gebauten Werkhofs anzunehmen, bei welchem dank diverser Einsparungen das Budget um fast 200 000 Franken unterschritten wurde.

Rechnung nur auf ersten Blick erfreulich

Auf den ersten Blick, so Schmidlin, sei die Jahresrechnung 2016 sehr erfreulich, weist sie doch einen Ertragsüberschuss von rund einer halben Million Franken nach Gewinnverteilung aus. Budgetiert war ein kleiner Überschuss von 3000 Franken. Vom ursprünglichen Gewinn von 1,28 Millionen Franken wurden Reserven von 775 000 gebildet, der Rest wurde dem Eigenkapital zugeführt. Schmidlin warnte jedoch davor, in Jubel auszubrechen, müssten doch in den nächsten Jahren weiterhin Überschüsse in dieser Grössenordnung erzielt werden, um weitere Schulden zu vermeiden.

Auch Zukunft der Poststelle kam zur Sprache

Weiter nahm der Souverän die Teilrevision des Steuerreglements an. Unter Varia kam die mögliche Schliessung der Poststelle zur Sprache. Schmidlin sagte, der Gemeinderat habe sich bereits mit der Post in Verbindung gesetzt, könne jedoch nichts unternehmen, solange diese sich nicht für eine klare Strategie entscheide. Auch sei noch nicht definitiv, dass die Poststelle geschlossen werde.

Am Schluss der Versammlung wurden die drei abtretenden Gemeinderäte Daniel Willimann, Andreas Jäggi und Patrick Ritter verabschiedet.