Das Raumentwicklungskonzept REK war das Geschäft, das Gemeindepräsident Markus Flury präsentierte. Flury ist auch Präsident der Planungskommission und als solcher in den Prozess des Raumentwicklungskonzepts REK involviert. Die Gemeinden Wangen a/A, Wiedlisbach, Oberbipp, Niederbipp und Oensingen verfügen im Gesamten gesehen über ein beträchtliches Potenzial an Raum bezüglich Landschaft, Wohnen, Industrie, Arbeitsplätze und Verkehrslage. Die fünf Gemeinden sind überein gekommen, dass die Ressourcen grenzüberschreitend koordiniert genutzt werden sollen und haben sich entschieden, ein Raumentwicklungskonzept erstellen zu lassen.

Weil dafür aber weder die Gemeinden noch die Kantone Bern und Solothurn genügend Kapazitäten haben, soll das Büro BSB + Partner den Auftrag ausführen. Von den Kosten von 90 450 Franken übernehmen die Kantone Bern und Solothurn die eine Hälfte, die beteiligten Gemeinde die zweite. Für Oensingen sind dies 13 000 Franken. Diesem Betrag hat der Gemeinderat in der Sitzung vom letzten Montag zugestimmt. In Niederbipp, Oberbipp und Wiedlisbach ist die Zusage der Gemeinderäte ebenfalls erfolgt, in Wangen a/A steht das Geschäft am 28. Januar auf der Traktandenliste.

Für Balsthal «durchaus denkbar»

Die Beteiligung wurde im Rat begründet, dass in der genannten Region rund 16 000 Personen wohnen, und diese sollten eine gemeinsame Stimme haben. Sinnvoll wäre ferner, ergänzte Markus Flury, wenn auch Balsthal mit seinen 5800 Einwohnern mit eingeschlossen wäre. «Dann bekäme die Region eine Stimme für fast 22 000 Einwohner.» Der Balsthaler Gemeindepräsident Willy Hafner meint dazu auf Anfrage, dass eine Beteiligung durchaus denkbar wäre. «Denn was am Jurasüdfuss passiert, hat immer mehr oder weniger Einfluss auf das Thal.» Aber konkret äussern könne er, bzw. der Gemeinderat sich erst wenn das Konzept vorliege.

«Nur am Beitrag interessiert»

Es stehen grosse Aufgaben an wie die Teilrevision des kantonalen Richtplans oder der Ausbau der A1 auf sechs Spuren. Die Region müsse geeint auftreten, um ihre Interessen wahrzunehmen. «Oensingen ist zwar ins Projekt Raumentwicklung Oensingen-Olten eingebunden, ist Mitglied des Regionalvereins Olten-Gösgen-Gäu und soll auch ins Agglomerationsprogramm AareLand mit einbezogen werden. Doch es hat sich gezeigt, dass man eher an den finanziellen Beiträgen der Gemeinde Oensingen interessiert ist, als an unseren Bedürfnissen.»

Mit dem räumlichen Entwicklungskonzept werden die bereits geleisteten Vorarbeiten im Rahmen der interkantonalen Gesamtstudie Siedlung, Verkehr, Wirtschaft im Raum Wangen a/A-Oensingen (GWO) weitergeführt.