Ramon Wick
«Die Dinge sind so wunderschön aufeinander aufgebaut»: Dieser Hägendorfer gewinnt bei der Physik-Olympiade eine Silbermedaille

Im März hat die nationale Physik-Olympiade stattgefunden. Ramon Wick aus Hägendorf belegt einen der vorderen Plätze. Für ihn war es die letzte Olympiade dieser Art.

Sophie Deck
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Ramon Wick ist fasziniert von Physik und Mathematik.

Ramon Wick ist fasziniert von Physik und Mathematik.

zvg

Wissen Sie, wie man die Erdbeschleunigung misst? Die Schülerinnen und Schüler, die im März an der nationalen Physik-Olympiade teilnahmen, mussten dafür ein Pendel bauen. Unter ihnen befand sich der Hägendorfer Ramon Wick, der 2020 an der Kanti Olten seine Matur gemacht hat. Er gewann eine Silbermedaille.

Er habe vor allem aus Spass teilgenommen, erzählt der 19-Jährige im Gespräch. Aber klar habe er sich auch Mühe gegeben: «Man investiert einen ganzen Tag. Und wenn man schon dabei ist, will man natürlich gut abschneiden.»

Denn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen sich mehrmals beweisen. Der Wettbewerb geht nämlich über 3 Runden: Qualifikation, Halbfinale und Finale. In jeder Runde werden ihnen mehrere Theorie-Aufgaben gestellt und eine praktische, wie die mit dem Pendel.

Für Ramon Wick waren einige Aufgaben schwerer als andere. «Manches war gut lösbar, bei einigen Fragen hatte ich überhaupt keine Ahnung», sagt er. Doch das sei auch normal, weil der Wettbewerb viele verschiedene Bereiche der Physik abdecke. «Bei Schulprüfungen ist es so, dass man, wenn man die Hälfte der Aufgaben löst, knapp durchkommt. Bei der Physik-Olympiade ist man dann schon sehr gut», erklärt er.

Mit Physik die Welt beschreiben und verstehen

Dass der Hägendörfer in Physik und Mathematik gut ist, hängt mit seiner Liebe zu den beiden Fächern zusammen. «Ich finde es faszinierend, wie in der Mathematik alles in sich ‹verhebt›. Und die Dinge sind so wunderschön aufeinander aufgebaut», beschreibt er. «Und mit Physik kann man die ganze Welt beschreiben. Und so auch alle neuen Erfindungen verstehen.»

Als Wicks Physiklehrer die Klasse dann letztes Jahr an der Physik-Olympiade anmeldete, kam der 19-Jährige auf den Geschmack. «Ich fand den Wettbewerb cool, weil man dort auch Leute kennenlernt, die sich für den gleichen Bereich interessieren», sagt er.

Er nahm auch an der Mathematik-Olympiade teil und an der Baltisch-Nordischen Physik-Olympiade, wo er aber nichts gewann. «Eigentlich schade, wusste ich nicht früher von diesen Wettbewerben, denn jetzt darf ich nicht mehr mitmachen», sagt er.

Ramon Wick absolviert momentan nämlich seinen Militärdienst und beginnt dann im September sein Studium. Und sobald man studiert, kann man nicht mehr an den Olympiaden teilnehmen.

«Es gibt noch die Europäische und die Internationale Physik-Olympiade, doch dafür habe ich mich leider nicht qualifiziert», erklärt er. Seine letzte Olympiade habe er aber genossen: «Mit drei Finalisten gehe ich gemeinsam ins Militär, das war echt cool», erzählt er. Und jetzt freue er sich auf sein Informatik-Studium.