Hägendorf
Raiffeisen Arena: Das neue Bijou für eine neue Ära

Die Raiffeisen Arena in Hägendorf wurde mit einer bewusst schlichten Feier der Bevölkerung übergeben. Der Gemeindeammann ist stolz: «Wir wollten mit dieser Halle 40 Jahre in die Zukunft schauen, den künftigen Generationen etwas bieten.»

Philipp Felber
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Einweihung Raiffeisen Arena Hägendorf
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Sie schnitten das Band durch: (v. l.) Landammann Roland Heim, Regierungsrat Roland Fürst, Gemeindepräsident Albert Studer, Vize-Gemeindepräsident Heiner Roschi, Bauleiter Christian Hirsch und Bürgergemeindepräsident Ruedi Studer.
Gedenken an die Opfer von Paris.
Auch die zukünftige Generation freut sich scheinbar über die Arena.

Einweihung Raiffeisen Arena Hägendorf

Hansruedi Aeschbacher

Am Samstag war es so weit: Drei Jahre nach dem genehmigten Kredit und dreissig Jahre nach den ersten Begehrlichkeiten wurde in Hägendorf die Dreifachturnhalle eingeweiht.

Doch die Raiffeisen Arena ist keineswegs nur eine Turnhalle wie bereits im Leitbild 1985 gewünscht, vielmehr ist sie ein Sport- und Kulturzentrum. Ein Bau für das ganze Dorf und besonders für die Dorfvereine, sei es nun der Turnverein oder die Musikgesellschaft.

Den Anfang der Feierlichkeiten übernahm standesgemäss Gemeindepräsident Albert Studer. Nicht nur ein glücklicher Tag sei heute, sagte er sichtlich bewegt und forderte die anwesenden Gäste auf, sich für die Opfer der Anschläge in Paris zu erheben.

Im Anschluss ging Studer auf die Geschichte der Halle ein und zeigte sich stolz über die Mehrheit, mit welcher die Hägendörferinnen und Hägendörfer den Verpflichtungskredit von 13,7 Millionen gesprochen hatten. «Wir wollten mit dieser Halle 40 Jahre in die Zukunft schauen, den künftigen Generationen etwas bieten», sagte Studer.

Für Baudirektor Roland Fürst war es eine besondere Ehre, einen solchen Bau zu eröffnen. «Die Verantwortlichen können stolz auf diese Halle sein», fasste er zusammen. Vizegemeindepräsident und Leiter der Spezialkommision, Heiner Roschi, und Gesamtprojektleiter Konrad Bolliger der Baderpartner Architekten erklärten im Anschluss den zahlreichen Gästen des Anlasses den Bau. Vom Turnbändchen bis zum kleinsten Ball wird nichts fehlen, zeigte sich zum Beispiel Roschi überzeugt.

Die Planung habe reibungslos funktioniert, alle Termine konnten eingehalten werden. So etwa auch den Termin für die Übergabe der integrierten Holzschnitzel-Heizung, die das benachbarte Quartier bereits seit 2014 mit Wärme versorgt.

Oder auch die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Arena konnte fristgerecht ans Netz. Und so bedankten sich Roschi und Bolliger bei all denen, die mit ihrem Einsatz zum Bau der Raiffeisen Arena beigetragen haben.

Dann kam er, der Moment der offiziellen Übergabe und Eröffnung der Arena. Mit den Worten «ich erkläre die Raiffeisen Arena für eröffnet», hatte Albert Studer die Ehre, die Halle den Hägendörferinnen und Hägendörfern zu übergeben.

Und diese zeigten sich bei den ersten Rundgängen durch die grosszügige Anlage erfreut. Die einen lobten die Akustik, welche die Melodien der Musikgesellschaft Hägendorf-Rickenbach während der Eröffnung in die Halle trug.

Andere waren angetan von der schlichten Eleganz der Holzverkleidung der Wände, einige Turner waren zufrieden mit dem Angebot an Sportgeräten. Einen ersten Härtetest mussten die WC-Anlagen bestehen, denn nach einem einstündigen Festakt drückte wohl die eine oder andere Blase.

Auch die Küche wurde gleich auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft, konnten doch die Gäste bei Wurst und Brot durch ihr neues Bijou schlendern. Und so waren alle glücklich an diesem Tag, der laut Konrad Bolliger in Hägendorf eine neue Ära einläuten soll.

Zufriedene Gesichter bei den Behörden, zufriedene Gesichter bei den Bauverantwortlichen und – fast am wichtigsten – ebensolche bei den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern.

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